Fr., 28.03.2025 , 11:33 Uhr

Häusliche Pflege: Wann ist sie zwingend erforderlich?

Nicht nur das Alter macht manchmal eine häusliche Pflege erforderlich. Unfälle oder Krankheiten können auch bei jungen Menschen zu Schicksalsschlägen führen, die eine Pflege unerlässlich machen. Oft versuchen Angehörige, ihre Verwandten bestmöglich zu pflegen. Doch die Aufgabe ist mit reichlich Kraft, Zeit und Verantwortung verbunden. Wer diese Arbeit nicht stemmen kann, wendet sich an professionelle Pflegekräfte.

Wann sollten wir über eine häusliche Pflege nachdenken?

In Deutschland gibt es die Möglichkeit, Personen ambulant oder häuslich pflegen zu lassen. Diese Pflegemaßnahmen beziehen sich auf Leistungen, die die Grundpflege, die Behandlungspflege sowie die hauswirtschaftliche Versorgung umfassen. Ist eine Person nicht mehr in der Lage, sich selbst zu pflegen oder sich um sein Umfeld zu kümmern, ist eine häusliche Pflege sinnvoll. Dabei können Betroffene nicht nur deutsches Fachpersonal in Betracht ziehen. Viele Personen, die Pflege bedürfen, haben auch schon Erfahrungen mit Pflegekräften aus Litauen gemacht.

In erster Linie übernehmen die Fachkräfte verschiedene Aufgaben, die erkrankte Personen nicht mehr erledigen können. Dazu zählen vor allem die körperliche Pflege sowie das Ankleiden oder das Erledigen von Hausarbeit. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist die Vorlage einer von der zuständigen Krankenkasse bewilligten Vorsorgemaßnahme. In der Regel stellen Pflegebedürftige oder Angehörige einen Antrag. Dieser wird von der Pflegekasse geprüft und ein Mitarbeiter des Sozialmedizinischen Dienstes bestellt. Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin macht einen Termin mit dem Antragsteller aus, schaut sich die Gegebenheiten vor Ort an und erstellt anschließend ein Gutachten. In diesem sind alle Punkte der Pflegebedürftigkeit und der Grad des Pflegefalles inkludiert. Im Anschluss können Pflegebedürftige auf Wunsch Pflegekräfte in Anspruch nehmen.

Gibt es einen Unterschied zwischen ambulanter und häuslicher Pflege?

Wer pflegebedürftig ist, benötigt oftmals Hilfe im Alltag. Diese kann durch den Einsatz von ambulanten und häuslichen Pflegekräften erfolgen. Die ambulante Pflege wird auch gern als häusliche Pflege bezeichnet. Diese häusliche Unterstützung umfasst pflegerische sowie medizinische Maßnahmen. Wer die Pflege durchführt, kann von Pflegebedürftigen und Angehörigen bestimmt werden. Wichtig ist, dass die pflegebedürftige Person den Pflegemaßnahmen zustimmt und sich umfassend betreuen lässt.

Die Pflege kann sowohl von Verwandten als auch von externen Personen, die aus Deutschland oder Litauen kommen, übernommen werden. Auch eine Kombination ist möglich. Es empfiehlt sich, auf die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen einzugehen und mit ihm gemeinsam eine Lösung zu finden.

Hinweis: Während ambulante und häusliche Pflege Parallelen aufweist, gibt es Unterschiede zur ambulanten Krankenpflege. Die Leistungen der ambulanten oder häuslichen Pflege übernimmt die Pflegeversicherung. Eine häusliche Krankenpflege hat hingegen die zuständige Krankenkasse zu tragen. Häufig ist dies bei akuten Krankheitsbildern nötig, um eine umfassende medizinische Versorgung außerhalb des Krankenhauses zu gewährleisten.

Warum reicht die Pflege durch Angehörige oftmals nicht aus?

Es kann in vielen Fällen erforderlich sein, Pflegekräfte aus Deutschland oder dem Ausland zu beschäftigen. Die meisten Angehörigen versuchen zunächst, ihre Verwandten zu pflegen, stoßen aber oft nach wenigen Wochen an ihre Grenzen. Körperliche sowie psychische Beschwerden, die sich häufen, sind keine Seltenheit. Sie sorgen dafür, dass Angehörige die Pflege kaum mehr erledigen können. Neben dem eigenen Leben, dem Haushalt und der Arbeit bleibt oftmals kaum Zeit für eine ausreichende Pflege. Das führt zu Erschöpfung und kann zusätzlich ein schlechtes Gewissen hervorrufen, nicht hinreichend für die pflegebedürftige Person sorgen zu können.

Das ist jedoch nicht nötig: Mit professioneller Unterstützung gelingt es, Pflegebedürftige korrekt zu pflegen und Familienangehörige zu entlasten. Dank der ambulanten und häuslichen Pflege lassen sich darüber hinaus Probleme im Haushalt, gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Schwierigkeiten mit Medikamenten rechtzeitig erkennen und Maßnahmen ergreifen. Es sprechen somit viele Punkte für den Einsatz von versierten Pflegefachkräften, die Haushalte zuverlässig unterstützen und entlasten.

(exb)

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