Einen Notendurchschnitt von 1,35. Den haben die 19 Absolventinnen der Abteilung Hauswirtschaft der Landwirtschaftsschule Amberg erreicht. Damit sei dieser Studiengang einer der besten, so Schulleiterin Ursula Eckl bei der Verleihung. Insgesamt haben die Studentinnen 630 Unterrichtsstunden in einem Semester absolviert. Und das in Teilzeit, um neben Berufs- und Familienleben noch studieren zu können. Statt einem halben Jahr hat das Semester also eineinhalb Jahre gedauert. Dennoch sei das Studium eine Herausforderung für manche Studentinnen gewesen.
Noch vor ein paar Jahrzehnten sah der Alltag an der Landwirtschaftsschule anders aus. Auch die Studenten sind damals aus anderen Gründen auf die Landwirtschaftsschule gegangen. Also nicht unbedingt, um sich beruflich weiterzuentwickeln, sondern um beispielsweise auf dem heimischen Hof besser mithelfen zu können.
Doch heute hat die Künstliche Intelligenz in Teilen schon Einzug in die Räume der Landwirtschaftsschule gehalten. So werde KI im Unterricht als Hilfsmittel in der Ernährungslehre oder in Haushalts- und Finanzmanagement eingesetzt, so die Schulleiterin. Einen Vortrag zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Hauswirtschaft“ hat die Wissensmanagerin des Kompetenzzentrums Hauswirtschaft, Elke Messerschmidt, während der Schulschlussfeier gehalten.
Demnach könne KI in vielen Bereichen der Hauswirtschaft Arbeit abnehmen. Zumindest im professionellen Bereich. So könne KI beim Dienstplan oder Speiseplan erstellen helfen. Zudem könne sie hilfreich sein Arbeitsanweisungen zu schreiben oder zu übersetzen, so Messerschmidt.
Auch einen Roboter, der selbstständig Toilettenräume putzt, hat Messerschmidt in ihrem Vortrag vorgestellt. Ersetzen könne die künstliche Intelligenz die Hauswirtschaflerinnen so bald aber nicht, wie sie erklärt. Denn der Mensch müsse anwenden, steuern, kontrollieren und anpassen können. Zudem fehle der KI die menschliche Note der Hauswirtschaft, so Messerschmidt.
(km)