Do., 16.07.2020 , 15:46 Uhr

Ostbayern: Vorteile aus 7 Jahre OTH-Verbund

Seit sieben Jahren arbeiten die beiden Hochschulen Regensburg und Amberg-Weiden unter der Dachmarke „Ostbayerische Technische Hochschule (OTH)“ zusammen. Das Ziel: Ostbayern als Wissenschafts-, Technologie- und Bildungsstandort für heutige und anstehende Zukunftsaufgaben weiterzuentwickeln.

Im Jahr 2013 starteten die beiden Hochschulen Regensburg und Amberg-Weiden unter der Dachmarke „Ostbayerische Technische Hochschule (OTH)“ ihre OTH-Verbundarbeit auf Basis eines erfolgreichen gemeinsamen Antrags in einem bayernweiten Wettbewerbsverfahren des Bayerischen Wissenschaftsministeriums im Jahr 2012. Das gemeinsame Motto „Vernetzt Forschen und kooperativ Lehren“ verdeutlicht den Anspruch des OTH-Verbunds, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Kompetenzen beider Hochschulen zu bündeln. In den sieben Jahren seit 2013 haben die beiden Hochschulen ihre vorhandenen Expertisen in Lehre, Forschung und Weiterbildung konsequent ausgebaut, um damit Herausforderungen wie dem demographischen Wandel und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel zu begegnen, den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Ostbayern zu verstärken und die Sichtbarkeit im nationalen und internationalen Rahmen auszubauen.

9 OTH-Forschungscluster als Basis des Verbundes
Ein wichtiger Baustein in dieser Strategie sind 9 eingerichtete, gemeinsame OTH-Forschungscluster, die beachtliche Ergebnisse erzielen. Verbunden mit einer Grundfinanzierung des OTH-Verbundes durch den Freistaat Bayern in Höhe von einer Million Euro pro Jahr wurden über diese Cluster in den vergangenen sieben Jahren folgende Hebelwirkungen erreicht:

• Einwerbung von zusätzlichen Drittmitteln in Höhe von 35 Millionen Euro
• Erfolgreicher Abschluss von 12 kooperativen Promotionen des wissenschaftlichen Nachwuchses
• Einbindung von 71 Professorinnen und Professoren der beiden Hochschulen in gemeinsamen Projekten
• Veröffentlichung von über 900 Publikationen
• Weiterqualifizierung von aktuell 21 Forschungsassistenten für ihre wissenschaftliche Zukunft

Vorreiter für regionale Allianzen
„Zudem war der OTH-Verbund eine wichtige Basis für die Einrichtung und Etablierung einer Reihe weiterer erfolgreicher Netzwerke in ganz Ostbayern, die mit zahlreichen Verbundprojekten mittlerweile eine hohe Sichtbarkeit und Präsenz haben“, resümiert Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg. Der OTH-Verbund ist somit Vorreiter für regionale Allianzen wie INDIGO (Internet und Digitalisierung in Ostbayern) oder DGO (Digitale Gründerinitiative Oberpfalz). Dazu gehört auch der Hochschulverbund TRIO (Transfer und Innovation Ostbayern) der sechs ostbayerischen Hochschulen und Universitäten, der im Rahmen des Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Innovative Hochschule“ gefördert wird und in dem der Wissens- und Technologietransfer zwischen den Hochschulen, Unternehmen und Institutionen wie den Kammern in Ostbayern verstärkt wird. In einem weiteren gemeinsamen Projekt mit dem Titel „Grow4Digital“ werden auf das Thema Unternehmensgründung ausgerichtete Lehrveranstaltungen für die Studierenden angeboten, ergänzt durch die Initiative „O/HUB“ zur Förderung von Gründungspotentialen bzw. von Start-Ups in der Oberpfalz, gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium.

Besonders bewährt hat sich im OTH-Verbund auch der gemeinsame Ansatz, dem wissenschaftlichen Nachwuchs in Form von aktuell 21 Forschungsassistenzen in den 9 Forschungsclustern die Möglichkeit zur Weiterqualifizierung anzubieten.

(Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin OTH Amberg-Weiden)

Auf diesem Wege konnten und werden auch weiterhin über kooperative Promotionsverfahren Perspektiven für eine wissenschaftliche Karriere vor allem für Absolvierende der beiden Technischen Hochschulen geschaffen. Ein weiterer Mehrwert dieser Nachwuchsförderung ist die Einbindung der Forschungsassistenten in die Lehre. Über den Weg der OTH-Forschungscluster kann zudem eine enorme Hebelwirkung bei der Einwerbung zusätzlicher Drittmittel konstatiert werden. Das Motto „Vernetzt Forschen und kooperativ Lehren“ wurde damit zur lebendigen Realität, von der alle Beteiligten profitieren – die Forschenden und Lehrenden ebenso wie die Lernenden.

Motivierte Nachwuchskräfte an die Region binden
Im OTH-Verbund wird insgesamt ein attraktives, standortübergreifendes Angebot in größtmöglicher Breite und über alle Qualifikationsstufen hinweg in der Oberpfalz geschaffen, und damit ein Beitrag zur regionalen Wettbewerbsfähigkeit: Vom Bachelor über den Master bis hin zur kooperativen Promotion oder Verbundpromotion in den Kollegs des Bayerischen Wissenschaftsforums BayWISS. So können junge, motivierte Nachwuchskräfte an die Region gebunden werden. Und die Attraktivität auch für internationale Studierende sowie für Existenzgründungen von Absolvierenden wird über den erfolgreichen OTH-Verbund seit den sieben Jahren seines Bestehens deutlich gesteigert.

(vl)

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