Seit fast 3000 Jahren fasziniert diese Geschichte die Menschheit: Die „Odyssee“ erzählt von der Heimkehr des griechischen Königs Odysseus nach dem Trojanischen Krieg. Der Krieg ist gewonnen, doch der Weg zurück nach Ithaka wird zu einem zehnjährigen Kampf ums Überleben. Eine gefährliche Prüfung folgt auf die nächste, während in seiner Heimat immer mehr Menschen daran zweifeln, dass ihr König jemals zurückkehren wird.
Nun kommt die berühmte Geschichte als neues Kino-Epos auf die große Leinwand. Die Verfilmung vereint die Zutaten eines modernen Monumentalfilms: Starregisseur Christopher Nolan inszeniert das Werk auf dem Höhepunkt seiner Karriere, gedreht wurde an zahlreichen spektakulären Schauplätzen. Auch die Besetzung verspricht großes Kino: Matt Damon spielt Odysseus, Tom Holland verkörpert seinen Sohn Telemachos, Anne Hathaway seine Frau Penelope und Zendaya die Göttin Athene – neben vielen weiteren bekannten Namen aus Hollywood.
Gerade dieser Punkt sorgt jedoch auch für Diskussionen. Kritiker bemängeln, dass die Produktion zu stark auf Hollywood setze und sich zu weit vom antiken Griechenland entferne. Akzente, Wortwahl, die Schauspieler und auch unrealistische Kostüme stehen in der Kritik, vor allem bei Historikern. Andere sehen den Film als gelungene moderne Umsetzung einer anspruchsvollen Geschichte.
Wer sich selbst ein Bild von der neuen „Odyssee“ machen möchte: Der fast dreistündige Film startet ab morgen in den Oberpfälzer Kinos.
(sb)