Do., 05.08.2021 , 11:53 Uhr

Paukenschlag im Flutkanalprozess: Hat Moritz G. noch gelebt?

Hat Moritz G. einen Tag nach seinem in der Anklageschrift erwähnten Ertrinkungstod am 11. September 2020 noch gelebt? Die Verteidiger Bockemühl und Schulze sagen: Ja. Sie stellten einen gemeinsamen Antrag.

Eine Auswertung der digitalen Spuren des Handys von Moritz G. zeigt, dass er am 12. September noch mehr als 150 Schritte gegangen ist und dabei 120 Meter und ein Stockwerk zurückgelegt hat.

Der Antrag der Verteidiger diesbezüglich noch einmal ins Beweissicherungsverfahren einzusteigen, wurde abgelehnt. Als das Handy im November überprüft worden sei, sei auch das Datum 12. September erschienen. Es habe also einen Wasserschaden davongetragen. Zwischen dem Vorfall und dem Überprüfen des Handys seien neue Teile eingebaut worden, um das Handy überhaupt wieder zum Laufen zu bringen.

Auch zwei weitere Anträge wurden abgelehnt, weshalb Rouven Colbatz, der Vertreter der Nebenklage, am späten Nachmittag mit seinem Plädoyer beginnen konnte.

Dr. Burkhard Schulze Ertrinken Flutkanal Flutkanalprozess gelebt Justiz Kriminalität Landgericht Weiden Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Paukenschlag Prof. Dr. Jan Bockemühl Prozess Rouven Colbatz Weiden

Das könnte Dich auch interessieren

29.04.2026 Landgericht Weiden: War es versuchter Mord? Die Verletzung wäre tödlich gewesen, wenn keine schnelle Hilfe gekommen wäre, so die geladene Sachverständige heute am Gericht. Es sei Blut im Blutbeutel gewesen, die Herzklappe sei undicht gewesen und zudem sei die Herzkranzschlagader nur knapp verfehlt worden. Die Frage, die es zu klären gilt, ist die, ob es tatsächlich versuchter Mord und versuchter Totschlag 23.04.2026 Prozessbeginn: Versuchter Mord bei Jugendfreizeit Während eines Jugendwochenendes von Kolping Dingolfing bei Pressath hätte es im vergangenen Sommer fast einen Toten gegeben. Das männliche Opfer war nach einer Messerattacke eine Viertelstunde lang wiederbelebt worden. Es überlebte nur durch eine Notoperation am Herzen. Vorausgegangen war ein heftiger Streit mit der damaligen Freundin des Angeklagten. Ein Jugendlicher schritt ein und erhielt daraufhin 23.06.2026 Testamentenfälschung: Prozess endet mit einer Überraschung Am Landgericht Weiden ist am frühen Montagabend der Prozess gegen einen mutmaßlichen Testamentenfälscher zu Ende gegangen. Der Prozess endete anders als erwartet: Er wurde nämlich ausgesetzt. Das bedeutet, dass der komplette Prozess zu einem späteren Zeitpunkt neu aufgerollt werden muss. Nach der Verlesung des 45. Beweisantrags des Wahlverteidigers Adam Zurawel stellte Pflichtverteidiger Dominic Kriegel einen 09.06.2026 Mutmaßliche Testamentenfälschung: Verteidiger stellt Befangenheitsantrag Es seien alle Zeugen befragt worden, weshalb beim Angeklagten keine Verdunkelungsgefahr mehr bestehe, so Verteidiger Adam Zurawel. Verdunkelungsgefahr besteht beispielsweise dann, wenn der Beschuldigte Einfluss auf Zeugen nimmt. Die Kammer des Landgerichts Weiden sah dies im April gegeben, sodass sofort ein Haftbefehl erwirkt worden war. Zurawel ist der Ansicht, dass sein Mandant jetzt aber sofort