Mo., 13.11.2023 , 13:23 Uhr

Kemnath

Streiten lernen

Die Welt ist chaotisch geworden, beherrscht von Emotionen und Vorurteilen. Um zu konstruktiven Debatten zurückzukommen ist in Kemnath nun ein Debattierclub entstanden. Motto: Streiten lernen

Ein Mittel, den fairen und logischen Austausch von Argumenten zu trainieren und zu fördern – das soll der Debattierclub sein, der in der Stadt Kemnath (Lkrs. Tirschenreuth) gegründet worden ist. Die Ideengeber Dr. Gabriel Schweizer und Thomas Völkl von der Gesellschaft Coworking Kemnath möchten Menschen zusammenbringen, die das Streiten lernen wollen.
Thomas Völk erklärt, im Mittelpunkt des Debattierclubs stehe die Idee, dass unterschiedliche Standpunkte durch einen respektvollen Dialog und einen klaren Fokus auf logische Argumentation besser verstanden werden können. Bei dem Debattierclub werde ein etabliertes Format angewandt, bei dem die Teilnehmenden zufällig in eine Pro- und eine Kontraseite aufgeteilt werden. Anschließend tauschen sie ihre Argumente zu einem kontroversen Thema aus und erhalten dabei die Möglichkeit, ihre rhetorischen Fähigkeiten zu schärfen.
„Die Teilnehmenden erhalten konstruktive Kritik und werden ermutigt, ihre Argumentationsfähigkeiten weiterzuentwickeln. Diese persönliche Betreuung und Förderung macht den Debattierclub zu einem idealen Ort für alle, die ihre rhetorischen Fähigkeiten verbessern möchten“, so Völkl.
Ziel sei es, den Teilnehmenden die Werkzeuge und das Vertrauen zu geben, um ihre Ideen überzeugend zu präsentieren und gleichzeitig den Standpunkt anderer zu verstehen.
„Der Debattierclub bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich in einem sicheren und unterstützenden Umfeld rhetorisch weiterzuentwickeln“, so Mitinitiator Dr. Gabriel Schweizer. Egal, ob jemand bereits Erfahrung im Debattieren habe oder einfach nur neugierig sei, der Debattierclub sei offen für alle.
Gleich zur Premiere in den Räumen der Gesellschaft Coworking Kemnath kam ein Dutzend Interessierter. Sie debattierten über das ausgeloste Thema: „Soll privates Silvesterfeuerwerk verboten werden?“
Begleitet wird das Projekt Debattierclub vom Regionalbüro „Demokratie leben“ Tirschenreuth. Koordinatoren Sonja Schmid sieht in einer vernünftigen Streitkultur einen wichtigen Baustein für gelebte Demokratie. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Erasmus-Programm.

(gb)

2023 Amberg Bayern Coworking Debattierclub Demokratie leben Diskussion Dr. Gabriel Schweizer Franz Josef Strauß gb gbeer Gerhard Beer Gerhard Theo Beer Kemnath Luhe Oberpfalz Oberpfalz TV OTH OTV Politik Sonja Schmid Thomas Völkl TV Bayern live Workshop

Das könnte Dich auch interessieren

28.04.2026 Cernys Abschied mit Wehmut Bewegender Moment gestern Abend im Amberger Stadtrat: Oberbürgermeister Michael Cerny beendet die Stadtratsitzung. Seine letzte. Nach zwölf Jahren im Amt scheidet der 61-Jährige aus dem Dienst, bei der Kommunalwahl 2026 hat er nicht mehr für den OB-Posten kandidiert. Als letzte Amtshandlung bei der Stadtratsitzung hat er die elf ausscheidenden Stadträte aus sechs Gruppierungen verabschiedet. Mit 11.03.2026 Tirschenreuther Storchenpavillon wiedererrichtet Der Storchenpavillon in Tirschenreuth ist in wenigen Tagen wieder zugänglich. Die beliebte Aussichtsplattform war vor einem Jahr durch Brandstiftung zerstört worden. Damals hat Tirschenreuths Bürgermeister versprochen, den mehr als fünf Meter hohen Pavillon wieder aufzubauen. Kurz vor Ende seiner Amtszeit hat er nun sein Versprechen erfüllt. Nach Originalplänen ist das Bauwerk für 100000 Euro rekonstruiert 18.02.2026 Glasorgelregister bereichert Basilika-Orgel in Waldsassen Ein Glaspfeiffenregister ist die neue Besonderheit in der Basilika Waldsassen. Es ist das 104. Register der berühmten Barockorgel und es besteht aus 49 Glasrohrpfeiffen, die von der Firma Schott Mitterteich gespendet und produziert wurden. Mit diesen Register wurde ein Wunsch, von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter erfüllt, der den warmen Ton und das intensive Klangvolumen der Glaspfeiffen 06.05.2026 Von der Müllhalde zum Ökoprojekt Mehr Natur, mehr Klimaschutz. Das verspricht sich das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab von dem Projekt „Blühende Deponie“. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Umweltministerium soll die ehemalige Mülldeponie Kalkhäusl begrünt werden. Heute fiel der Startschuss. Laut Landratsamt soll im Rahmen des Vorhabens in einem ersten Umsetzungsschritt eine rund 10.938 m² große Grasfläche auf der Deponie