Beim Wasserhäusl in Tännesberg werden ab sofort von einer Klimastation wichtige Wetterdaten geliefert, die für eine saisonale und auch eine mittelfristige Prognose von Quellschüttungen von Bedeutung sind. Dafür ist extra ein sogenannter Lysimeter im Boden verankert worden.
Dieser Lysometer geht bis zu 1,5 Meter in die Erde und misst, wie viel Wasser in dieser Tiefe ankommt. Laut Dr. Sascha Reth kann es bis zu einem Jahr dauern, bis das Regenwasser bis in diese Tiefe vordringt. Neben dem Lysometer gibt es noch eine Wetterstation, die sämtliche andere Daten liefert, die dann gebündelt gesammelt werden.
Die neue Klimastation ermöglicht es der Gemeinde, dass sie künftig einschätzen kann, wie es mit der Menge des Quellwassers aussieht. Tännesberg könne so in Zeiten des Klimawandels schneller reagieren, wenn es darum geht, eventuell einen 2. Brunnen zu erschließen, so Bürgermeister Ludwig Gürtler.
Das Landesamt für Umwelt begleitet das Projekt in Tännesberg. Dieses sei aufgrund der in Zukunft häufigeren Extremwetterereignisse sehr wichtig, so Dr. Benjamin Kopp. Bis Mitte dieses Jahrhunderts befürchtet er, dass die zu Tage tretende Wassermenge bei Quellen um 30 bis 40 Prozent zurückgehen könnte.
(tb)