Fr., 02.10.2020 , 15:34 Uhr

Weiden: Sicherungsprozess Totschlag - Frau lässt Baby verdursten

Seit heute muss sich eine 26-jährige Frau vor dem Weidener Landgericht verantworten. Ihr wird Totschlag durch Unterlassung vorgeworfen. Im Februar dieses Jahres hat sie nämlich ihr drei Monate altes Baby verdursten lassen. Zuvor war ihr Mann beruflich nach Spanien gegangen.

Juristisch gesehen ist die Frau allerdings unschuldig. Sie sei psychisch krank, so ein Gutachter. Sie leide an einer sogenannten akuten polymorphen psychotischen Störung mit Symptomen einer Schizophrenie. Ihr Zustand habe sich sogar seit Mai noch verschlechtert, zumal sie auch eine medikamentöse Behandlung ablehne. Bei ihr läuft also alles auf eine stationäre Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus hinaus. Wie sehr sie von der Krankheit betroffen ist, wurde bereits am Anfang der Gerichtsverhandlung deutlich, als sie mehrmals bereits bei der Verlesung der Anklageschrift dazwischen schrie.

Nach jetzigem Stand der Dinge sind noch noch weitere Verhandlungstage angesetzt. Nämlich am 12. und am 16. Oktober.

(tb)

Josef Weidensteiner Justiz Landgericht Weiden Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Prozess Sicherungsprozess Totschlag durch Unterlassen

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 Testamentenfälschung: Prozess endet mit einer Überraschung Am Landgericht Weiden ist am frühen Montagabend der Prozess gegen einen mutmaßlichen Testamentenfälscher zu Ende gegangen. Der Prozess endete anders als erwartet: Er wurde nämlich ausgesetzt. Das bedeutet, dass der komplette Prozess zu einem späteren Zeitpunkt neu aufgerollt werden muss. Nach der Verlesung des 45. Beweisantrags des Wahlverteidigers Adam Zurawel stellte Pflichtverteidiger Dominic Kriegel einen 09.06.2026 Mutmaßliche Testamentenfälschung: Verteidiger stellt Befangenheitsantrag Es seien alle Zeugen befragt worden, weshalb beim Angeklagten keine Verdunkelungsgefahr mehr bestehe, so Verteidiger Adam Zurawel. Verdunkelungsgefahr besteht beispielsweise dann, wenn der Beschuldigte Einfluss auf Zeugen nimmt. Die Kammer des Landgerichts Weiden sah dies im April gegeben, sodass sofort ein Haftbefehl erwirkt worden war. Zurawel ist der Ansicht, dass sein Mandant jetzt aber sofort 29.04.2026 Landgericht Weiden: War es versuchter Mord? Die Verletzung wäre tödlich gewesen, wenn keine schnelle Hilfe gekommen wäre, so die geladene Sachverständige heute am Gericht. Es sei Blut im Blutbeutel gewesen, die Herzklappe sei undicht gewesen und zudem sei die Herzkranzschlagader nur knapp verfehlt worden. Die Frage, die es zu klären gilt, ist die, ob es tatsächlich versuchter Mord und versuchter Totschlag 23.04.2026 Prozessbeginn: Versuchter Mord bei Jugendfreizeit Während eines Jugendwochenendes von Kolping Dingolfing bei Pressath hätte es im vergangenen Sommer fast einen Toten gegeben. Das männliche Opfer war nach einer Messerattacke eine Viertelstunde lang wiederbelebt worden. Es überlebte nur durch eine Notoperation am Herzen. Vorausgegangen war ein heftiger Streit mit der damaligen Freundin des Angeklagten. Ein Jugendlicher schritt ein und erhielt daraufhin