Oberpfalz

Aufgepasst auf dem Schulweg – Bundespolizei gibt Tipps für einen sicheren Weg mit der Bahn

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2026/2027 sind wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler täglich mit Bus und Bahn unterwegs. Für einige von ihnen ist es das erste Mal, dass sie ihren Schulweg selbstständig zurücklegen. Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus nimmt den Schuljahresbeginn zum Anlass, um Eltern und Kinder für die besonderen Gefahren an Bahnhöfen, Bahnsteigen, Gleisanlagen und Bahnübergängen zu sensibilisieren.

Gerade Kinder und Jugendliche unterschätzen häufig die Gefahren, die vom Bahnverkehr ausgehen. Ablenkung durch Smartphones oder Kopfhörer, Unachtsamkeit, Zeitdruck oder kindlicher Leichtsinn können schnell zu gefährlichen Situationen führen.

Die Bundespolizei empfiehlt Eltern und Erziehungsberechtigten deshalb, den neuen Schulweg vor dem ersten selbstständigen Weg gemeinsam mit ihren Kindern zurückzulegen. Dabei sollten mögliche Gefahrenstellen besprochen und sichere Verhaltensweisen eingeübt werden. Besonders wichtig ist es, Kindern zu vermitteln, Gleise ausschließlich an den dafür vorgesehenen Stellen zu überqueren und ausreichend Abstand zur Bahnsteigkante zu halten.

Auch Smartphones und Kopfhörer sollten insbesondere beim Überqueren von Bahnübergängen sowie beim Aufenthalt auf Bahnsteigen nicht von der Umgebung ablenken.

Zum Schuljahresbeginn wird die Bundespolizeiinspektion Waidhaus zudem an ausgewählten Bahnhöfen und Haltepunkten verstärkt präsent sein. Neben Kontrollen stehen dabei insbesondere Prävention und die Sensibilisierung junger Reisender für die Gefahren des Bahnverkehrs im Mittelpunkt.

Die Bundespolizei erinnert an einige wichtige Verhaltensregeln:

Seien Sie stets aufmerksam, wenn Sie sich an Orten aufhalten, an denen Züge verkehren.
Denn Züge:

  • können Bahnhöfe und Haltepunkte mit sehr hohen Geschwindigkeiten durchfahren und dabei eine erhebliche Sogwirkung entwickeln.
  • können Hindernissen nicht ausweichen und haben aufgrund ihrer Masse einen sehr langen Bremsweg.
  • nähern sich insbesondere bei modernen elektrischen Fahrzeugen oftmals nahezu lautlos.
  • können auch außerhalb der ausgehängten Fahrpläne verkehren und ein Gleis grundsätzlich aus beiden Richtungen befahren.
  • machen das Betreten von Gleisanlagen außerhalb der dafür vorgesehenen Wege und Übergänge lebensgefährlich.

Besondere Vorsicht gilt auch bei Oberleitungen: Diese werden mit einer Spannung von 15.000 Volt betrieben. Bereits eine Annäherung kann zu einem Stromüberschlag führen. Die Oberleitung muss dafür nicht berührt werden. Deshalb gilt: Niemals auf abgestellte Züge, Waggons, Masten oder andere Einrichtungen im Bereich von Oberleitungen klettern.

Auf Bahnsteigen sollte die Sicherheitslinie grundsätzlich erst überschritten werden, wenn der Zug vollständig zum Stillstand gekommen ist. Toben, Schubsen oder Spielen in unmittelbarer Nähe der Bahnsteigkante kann ebenfalls lebensgefährlich sein.

Die Bundespolizei appelliert deshalb an Eltern: Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Gefahren des Bahnverkehrs und üben Sie den Schulweg gemeinsam. Aufmerksamkeit und richtiges Verhalten können Unfälle verhindern und Leben retten.

(exb / Bundespolizei)

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