
Luhe-Wildenau / A93
Aufplatzender Beton auf der A93: Winterdienst auch bei hohen Temperaturen im Einsatz
Die Hitze der vergangenen Wochen hat den Autobahnen in der Oberpfalz zugesetzt. Auf der A93 kam es zu gefährlichen Blowups – also aufplatzenden Betonplatten. Zwischen Weiden und Wernberg ist deshalb Tempo 80 angesagt. Wir waren auf der Strecke unterwegs und haben uns angesehen, wie die Autobahnmeisterei dagegen ankämpft.
Auf der A93 zwischen Weiden und Wernberg-Köblitz gilt derzeit Tempo 80. Der Grund: hitzebedingte Fahrbahnschäden, sogenannte Blowups. Dabei wölbt sich die Betonfahrbahn plötzlich nach oben und kann aufreißen – eine Gefahr für Autofahrer und Motorradfahrer. Solche Schäden traten zuletzt mehrfach auf, unter anderem im Juni bei Luhe-Wildenau.
Damit die Strecke stabil bleibt, ist aktuell sogar der Winterdienst im Einsatz. Statt Salz bringt er Wasser auf die Fahrbahn, um den Beton zu kühlen. Die extremen Temperaturen der vergangenen Wochen haben den Autobahnen stark zugesetzt.
Blow‑Ups erklärt
Prof. Andreas Appelt von der OTH Regensburg erforscht das Phänomen. Er sagt, dass Blowups vor allem bei Betonautobahnen auftreten – sie reagieren steifer auf Hitze als Asphalt.
Warum die A93 betroffen ist
Die Fahrbahn zwischen Weiden und Wernberg ist über 40 Jahre alt. Damals spielte das Thema Hitzeverformung kaum eine Rolle, erklärt Thomas Pfeifer, Direktor der Autobahn GmbH Nordbayern.
So arbeitet die Autobahnmeisterei
An heißen Tagen kontrollieren die Teams die Strecke häufiger. Untersuchungen zeigen, dass Wässerungen gegen 11 Uhr und 15 Uhr am effektivsten sind. Zu diesen Zeiten ist der Winterdienst unterwegs.
Langfristig hilft aber nur eine komplette Sanierung der alten Betonfahrbahn. Bis dahin gilt für Autofahrer: Tempolimit einhalten und aufmerksam bleiben – denn bei Temperaturen über 30 Grad sind weitere Schäden nicht ausgeschlossen.
(lb)