Bayern: 24-Stunden-Blitzmarathon

Eilig hat es jeder Mal von uns. Man ist zu spät für die Arbeit dran oder muss noch schnell die Kinder holen. Dabei zu schnell fahren sollte man eigentlich nicht. Meistens macht man es aber trotzdem. Erst Ende März wurde ein Autofahrer auf der A 93 bei Weiden mit 231 km/h anstatt der erlaubten 120 km/h erwischt. Für ihn heißt es jetzt drei Monate kein Führerschein, 1200 Euro Geldstrafe und zwei Punkte.

Heute werden wieder mehr Autofahrer sich an die Geschwindigkeitsregeln halten, denn es heißt wieder 24-Stunden-Blitzmarathon. An insgesamt 123 Stellen wird in der Oberpfalz bis morgen Früh um sechs Uhr geblitzt. Rund 1.900 Polizisten kontrollieren in ganz Bayern. Die dabei ausgewählten Verkehrsstellen sind Unfallschwerpunkte oder Gefahrenpunkte. Ziel des siebten bayernweiten Blitzmarathons ist es, die Menschen zu sensibilisieren und zukünftig die Zahl der Unfälle zu reduzieren.

Seit dem Start des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 vor sieben Jahren gab es weniger Verkehrsunfälle zu verzeichnen. 2011 waren es noch 1.315 Geschwindigkeitsunfälle. Im vergangenen Jahr nur noch 872. Die Zahl der Getöteten ging sogar um rund 70 Prozent zurück – von 37 auf elf.

(sh)