München: Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in Bayern

Im Rahmen einer Pressekonferenz haben Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml über die aktuelle Situation Bayerns in der Coronakrise informiert.

Herrmann betonte, dass die Entwicklung der unterschiedlichen Zahlen den Kurs der Vorsicht und der Umsicht bestätigen würden. Darauf wolle man auch mit den weiteren Regelungen aufbauen. Das bedeutet, dass die Lockerungsmaßnahmen weiter fortgesetzt würden. Allerdings müsse man die Entwicklung der Zahlen auch weiterhin gut im Blick behalten. Herrmann betonte, dass es besonders jetzt auf die Einhaltung der Maßnahmen durch die Bevölkerung ankomme, um einer zweiten Infektionswelle so gut wie möglich entgegenzuwirken. Weiter kritisierte er das Verhalten der Menschen, die am Wochenende in verschiedenen bayerischen Städten für eine Aufhebung der Corona-Maßnahmen demonstrierten. Denn dort wurden laut Herrmann Abstandsregelungen sowie das Tragen von Mund-Nase-Masken teilweise missachtet und auch Passanten angegangen. Denn damit Demonstrationen stattfinden können, hätte man bereits Regelungen gefunden, die auf diese Weise auch umzusetzen seien. Auch bei uns in der Oberpfalz haben sich unter anderem in Weiden Demonstranten versammelt. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl habe der Veranstalter die Demonstration dann aber nach einer halben Stunde abgebrochen.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte in seinem Statement, dass die Zusammenarbeit der Ministerien und der DEHOGA bei der Findung geeigneter Konzepte zum langsamen Hochfahren der Gastronomie sehr gut ablaufe. Ab dem 18. Mai ist dann bis 20 Uhr Außengastronomie wieder möglich. Ab dem 25. Mai, also eine Woche später, soll dann unter Einhaltung der Bestimmungen wie Abstandsregelungen und dem Tragen von Mund-Nase-Masken auch der Innenbetrieb von Restaurants wieder bis 22 Uhr möglich sein. Auf Nachfrage gab Aiwanger bekannt, dass man mit allen Menschen in den Biergarten gehen könne, die man auch im privaten Umfeld treffen würde. Eben unter Einhaltung des Mindestabstands und der Hygieneregeln. Wie man mit Diskotheken und Bars weiter verfahren möchte, darüber müsse noch beraten werden, so Aiwanger weiter.
Gesundheitsministerin Melanie Huml bedankte sich heute, am internationalen Tag der Pflegenden, ausdrücklich bei alle Pflegekräften, die unermüdlich im Einsatz seien. Sie gab weiterhin bekannt, dass man den Pflegebonus auch auf das Personal von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung weiter ausbauen möchte.

Hinsichtlich der Fallzahlen betonte sie, dass man in Bayern auf einem stabilen Level sei. Im Vergleich zu gestern Vormittag gab es in Bayern ein Plus von 219 Neuinfektionen mit dem Coronavirus.
Eine bundesweite Regelung gibt vor, dass bei einem Aufkommen von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Region dann lokal Maßnahmen ergriffen werden müssen. In Bayern möchte man bereits ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner eingreifen. Dies soll als eine Art Frühwarnsystem verstanden werden. Hier müssten Maßnahmen wie Besuchsregelungen dann lokal angepasst werden, so Huml weiter.

(awa)