
Regensburg
Bayerns Energiezukunft: 2. Halbzeit beginnt
Laut Vorstandsvorsitzenden von der Bayernwerk AG Dr. Egon Leo Westphal war die 1. Halbzeit bei der Energiewende ein voller Erfolg. Rund 1 Million Erneuerbare-Energieanlagen speisen ins Netz des Bayernwerks ein. Die Einspeiseleistung von 27.500 Megawatt entspreche dabei rund 25 Kernkraftwerken. Während bisher der Fokus auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien gelegen habe, müssten ab sofort aber neue Spielregeln her, so Westphal.
Das Bayernwerk hat deshalb ein Regelwerk mit 3 Punkten erstellt, die jetzt in der 2. Halbzeit umgesetzt werden. Ersten gebe es ab sofort gewisse Kriterien, wenn Netzkapazitäten vergeben werden. Das heißt, je nach erreichten Punkten wird es bei den Projekten eine Priorisierung geben.
Der 2. Punkt betrifft den Netzausbauplan. Die in der Vergangenheit erhaltenen Erkenntnisse und auch die aktuellen Erkenntnisse fließen in die Pläne des Netzausbaus mit ein. Und drittens soll es dynamische Netzanschlüsse geben, wodurch mehr Flexibilität erreicht wird.
Bei der Pressekonferenz in Regensburg hat Dr. Westphal auch die Sicherheit der kritischen Infrastruktur angesprochen. So gebe es jetzt einen Sicherheitssensor, der an Freileitungen angebracht wird. Der Sensor erkennt, wenn sich Menschen in der Nähe der Infrastruktur des Bayernwerks aufhalten, sodass sofort auch in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Sicherheitsbehörden schnell reagiert werden kann.
Die Verantwortlichen des Bayernwerks gehen die 2. Halbzeit der bayerischen Energiewende auch energiegeladen an. Sie sind sich sicher, dass sie und das Unternehmen die enormen Herausforderungen der Zukunft meistern werden.
(tb)