
Kulmain
Einer der erfolgreichsten Winter-Parasportler: Gerd Schönfelder
Als Gerd Schönfelder 1992 bei den Paralympischen Winterspielen 1992 im französischen Albertville an den Start geht, ahnt er noch nicht, wohin seine Reise führen wird. Insgesamt sechs Mal nimmt er an Paralympischen Spielen teil – und gewinnt so viele Medaillen wie kein anderer Wintersportler im Parasport. Wir haben ihn in Kulmain getroffen und mit ihm über sein außergewöhnliches Leben gesprochen. Der Beitrag ist Teil unserer Reihe „30 Jahre OTV, 30 Geschichten“.
Auf der Piste war Schönfelder in seinem Element. Der „Stier von Kulmain“ prägte den Para-Wintersport über viele Jahre. Bei den Paralympischen Winterspielen 2010 im kanadischen Vancouver gewinnt er seine 16. Goldmedaille. Bis heute ist das Rekord.
Heute steht Schönfelder nicht mehr auf den Rennskiern. Dem Parasport bleibt er aber eng verbunden. Als Botschafter, Trainer und Redner engagiert er sich weiter. Auch die Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo verfolgt er vor Ort.
Sein Weg begann mit einem schweren Schicksalsschlag. Mit 19 Jahren verliert Schönfelder bei einem Unfall einen Arm und vier Finger. Doch er gibt nicht auf. Er kämpft sich zurück ins Leben. Als er vom Paraski-Sport hört, beginnt seine große Karriere.
Heute gilt Gerd Schönfelder als erfolgreichster Winter-Parasportler aller Zeiten. Er ist auch Mitglied der Hall of Fame des deutschen Sports.
Seine Geschichte zeigt: Entscheidend ist, wie man mit Rückschlägen umgeht.
(az)