Ebermannsdorf: Unterricht im Waldklassenzimmer

Unterricht heißt für Schüler momentan: Maske tragen, kalte Klassenzimmer wegen häufigen Lüftens und eine strikte Sitzordnung. Da kann der Spaß am Unterricht schnell vergehen und die Konzentration fällt dann auch schwer. Viele Schulen gehen deshalb momentan verstärkt nach draußen in die Natur.

So auch die Grundschule Ebermannsdorf. Sie hat seit dem Sommer verstärkt im Wald Unterricht gegeben – und hat damit so positive Erfahrungen gemacht, dass das Waldklassenzimmer nun fest in den Schulalltag integriert werden soll.

Am Anfang seien die Kinder noch etwas aufgeregt gewesen, so die Erfahrung von Lehrerin Ulrike Erlbacher. Aber nach etwas Zeit im Waldklassenzimmer habe sich das gelegt und die Kinder seien ruhiger und konzentrierter geworden. Durch den Spaziergang am Hin- und Rückweg sind die Kinder außerdem ausgelasteter.

Treibende Kraft hinter der Einrichtung des Waldklassenzimmers war Rektorin Heidrun Leitz. Unterstützung fand sie bei Bürgermeister Erich Meidinger und Waldbesitzer Hubertus von Eyb. In Coronazeiten seien die Möglichkeiten im Klassenzimmer stark eingeschränkt, so die Rektorin. Durch einen strengen Sitzplan wegen der Hygienevorschriften ist die Bewegung im Klassenzimmer stark eingeschränkt: Sitzkreise, Gruppenarbeiten – das sei momentan alles nicht möglich. Im Wald hingegen lässt sich mehr Bewegung und Abwechslung in den Unterricht integrieren – und gleichzeitig die Ansteckungsgefahr senken.

Jede der vier Grundschulklassen soll mindestens einen festen Tag im Monat für das Waldklassenzimmer eingeteilt werden. Denn an der Grundschule Ebermannsdorf ist klar: Der Unterricht im Freien hat sich bewährt.

(az)