
Wackersdorf
Einstimmiges Votum gegen den geplanten Helikopter-Sonderlandeplatz
In Schwandorf-Charlottenhof soll ein Helikopter-Sonderlandeplatz entstehen. Das Problem: Dieser liegt in Nachbarschaft zu einem Naturschutzgebiet und beeinträchtigt nicht nur die Natur, sondern auch die Bewohner von Wackersdorf, die durch den Fluglärm unmittelbar betroffen sind. Während die Stadt Schwandorf keine Bedenken an dem Vorhaben hat, regt sich in Wackersdorf Widerstand: Jetzt hat der Gemeinderat in einer offiziellen Stellungnahme seine Ablehnung gegen das Vorhaben festgehalten.
Ein einstimmiges Votum im Gemeinderat der Gemeinde Wackersdorf: Mit diesem klaren Signal verdeutlicht die Gemeinde ihre Ablehnung gegen den geplanten Helikopter-Sonderlandeplatz in Schwandorf Charlottenhof. Allerdings hat die Gemeinde keine Entscheidungsmacht, das Votum für die Stellungnahme gegen den Landeplatz richtet sich daher als Appell an die Entscheidungsträger: Die Stadt Schwandorf, auf deren Gebiet der Landeplatz entstehen soll, und das Luftamt Nordbayern, das Verfahrensträger ist.
Lage betrifft Gemeinde Wackersdorf
Die Gemeinde Wackersdorf kann an dem Fall zwar nicht mitentscheiden, ist durch den Landeplatz aber direkt betroffen: Die Einflugschneise führt durch das Naturschutzgebiet Charlottenhofer Weihergebiet.
Die Gemeinde hat in ihrer Stellungnahme daher sieben Gründe herausgearbeitet, weswegen sie von dem geplanten Bauvorhaben direkt betroffen wäre: Besonders Naturschutz, Brandschutz, Freizeit und Tourismus, aber auch Wirtschaft und Bevölkerungsschutz seien durch den Landeplatz betroffen. Daher heißt es in der Stellungnahme, die Gemeinde Wackersdorf lehne das Vorhaben zum Betrieb eines Hubschrauberlandeplatzes mit Hangar-Gebäude und Tankstelle in Schwandorf-Charlottenhof ab.
Hohe Bürgerbeteiligung als klares Signal
Die Bewohner der Gemeinde Wackersdorf zeigen sich engagiert: Nicht nur in dieser Sondersitzung des Gemeinderats, bei der rund 20 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde anwesend sind, sondern auch durch Stellungnahmen, die an das Luftamt Nordbayern übermittelt werden – rund 100 sind seit August bereits zusammengekommen. Jetzt kann die Gemeinde nur abwarten, wie das Luftamt entscheidet. Bürgermeister Falter hofft auf eine Entscheidung im Sinne der Bürger, sollte die Entscheidung anders ausfallen, müsse man dann über die nächsten Schritte nachdenken.
(en)