Flossenbürg: „UN SICHTBAR“ – Der KZ-Komplex Flossenbürg heute

Ein Pfosten mitten in der unscheinbaren Natur – viel mehr ist nicht geblieben vom einstigen Außenlager des KZ Flossenbürg hier bei Höfen in der Nähe von Floss. Es ist ein stiller Zeuge einer grausamen Zeit.

Wer auf dem Bockl-Radweg zwischen Neustadt und Eslarn unterwegs ist, der nimmt wohl vor allem eines wahr: die schöne Natur und Landschaft. Doch direkt auf dem Radweg in Grafenreuth bei Floss steht nicht nur eine Bank – sondern auch eine Erinnerungstafel. Denn dort wo heute Fahrräder und früher Züge fuhren, war einst grausame Endstation für Verfolgte der Nazis. Ein Außenlager des KZ-Flossenbürg stand hier ganz in der Nähe.

Ausstellung "UN SICHTBAR"
Diese Tafel direkt auf dem Bockl-Radweg soll heute an das Schrecken von früher erinnern. Ein Schrecken, der heute kaum bekannt, ja nahezu unsichtbar ist. Denn die insgesamt 78 Außenlager des KZ-Flossenbürg in Sachsen, Böhmen und Bayern sind heute – manchmal auch damals – oft kaum als solche erkennbar. Genau damit beschäftigt sich die Ausstellung „UN SICHTBAR“ im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Deutschen Erd- und Steinwerke – einem SS eigenen Betrieb in Flossenbürg. Hier arbeiteten einst Täter. Nun sollen genau hier die Orte der Vernichtung ihrer Opfer sichtbar werden.

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Öffnungszeiten und Eintritt
Die Ausstellung „UN SICHTBAR“ gibt es noch bis zum 13. September zu sehen. Geöffnet ist sie Montag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

(nh)