Oberpfalz

Flüchtlingszahlen in der Oberpfalz rückläufig

Noch vor drei Jahren haben Landkreise und der Bezirk Oberpfalz händeringend nach Unterkünften für geflüchtete Menschen gesucht. Wohn-Container wurden aufgestellt, Sammelunterkünfte eingerichtet und Wohnungen angemietet. Jetzt ist der große Flüchtlingsstrom abgeebbt und deshalb werden Unterkunftskapazitäten abgebaut. Wir haben uns einen Überblick über die aktuelle Situation im OTV Sendegebiet verschafft….

Gegenwärtig leben in den Asylunterkünften im Landkreis Amberg-Sulzbach 934 Personen. Im Dezember 2024 waren es noch 1539 Personen. Überwiegend kommen die Menschen aus Syrien und dem Irak. Hier gibt es derzeit 119 dezentrale Unterkünfte, 5 Gemeinschaftsunterkünfte der Regierung der Oberpfalz, sowie 2 Übergangswohnheime. Die Notunterkunft bei Auerbach ist bereits geschlossen.

Im Landkreis Schwandorf leben aktuell 360 Personen in 53 Asylunterkünften. Im Vergleich zum Juli 2025 hat der Landkreis seine dezentralen Unterkünfte um 38 Prozent reduziert. Bei den Menschen handelt es sich hauptsächlich um Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, aus Äthiopien und Syrien

Im Landkreis Neustadt waren Anfang des Jahres noch 952 Personen in den Unterkünften untergebracht, während es Ende August nur noch 839 Personen sind. Der Landkreis stellt noch 67 dezentrale Wohneinheiten bereit. Eine Notunterkunft und zwei angemietete dezentrale Wohneinheitenstehen leer.

Im Landkreis Tirschenreuth lebten im Juli 281 Menschen in vier Gemeinschaftsunterkünften sowie in dezentralen Unterkünften. Im Juli 2024 waren es noch 491 Geflüchtete. Die Unterkunft in Plößberg ist bereits zurückgebaut, Die Unterkunft in Erbendorf steht leer. Hier ist möglicherweise eine Nachnutzung in Sicht.

Die Zahl der Menschen die in Deutschland einen Asylantrag stellen, ist von 329.000 Menschen im Jahr 2023 auf 113.000 2025 gesunken.

Der Abbau der Unterkunfts-Kapazitäten für Flüchtlinge in Bayern soll nach Angaben des Bayerischen Innenministeriums weitergehen. Bisher sind bereits 20.000 Asylplätze abgebaut worden, bis Ende kommenden Jahres sollen weitere 22.000 wegfallen.

(db)

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