Gesundheitstipp: Wie funktioniert ein Hörtest?

Rund 16 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind schwerhörig. Das ist das Ergebnis neuer Studien des Instituts für Hörtechnik und Audiologie der Jade Hochschule. Auch die Wahrscheinlichkeit eines Hörschadens steige mit zunehmenden Alter. Daher seien regelmäßige Hörtests sehr wichtig.

Während die meisten Menschen regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt, Hautarzt oder Gynäkologen haben, sind regelmäßige Hörtests eher selten. Dabei sei dies ab einem gewissen Alter sehr wichtig, denn die für das Gehör verantwortliche Nerven gewöhnen sich bei einem Hörverlust daran, nicht mehr weiter zu arbeiten. Erste Anzeichen, die auf eine verschlechterte Hörfunktion hinweisen, sollten deshalb nicht ignoriert werden.

Hörakustiker Christoph Neubauer empfiehlt einen Hörtest besonders dann, wenn Betroffene selbst merken, dass sich der Hörsinn verschlechtert hat. Oftmals würde dies der Umgebung zuerst auffallen. Einen Hörtest können Betroffene sowohl beim Akustiker als auch beim Halsnasenohrenarzt kostenlos durchführen lassen. Dort wird dann durch den Einsatz verschiedener Tonfrequenzen ein möglicher Hörschaden ermittelt. Damit ein möglicher Hörschaden rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden kann, sollten Betroffene einen Hörtest so früh wie möglich machen. Je länger die Schwerhörigkeit herumgetragen werde, desto schwieriger sei es auch, das Hörgerät anzupassen, so Neubauer. Es sei dann auch für den Betroffenen schwieriger, sich wieder an Töne zu gewöhnen, die er jahrelang nicht gehört hat.

Ein frühzeitiger Hörtest sei außerdem wichtig, damit ein Halsnasenohrenarzt die Ursache der Schwerhörigkeit feststellen kann. Der Facharzt kann auch herausfinden, ob eine OP notwendig ist. Der Gang zum HNO-Arzt ist auch wichtig, damit dieser bei einer Schwerhörigkeit eine Hörgeräte-Verordnung ausstellen kann. Danach kann beim Akustiker ein Hörgerät ausgesucht und Schritt für Schritt angepasst werden.

(lw)