Kirchendemenreuth: Wendemanöver auf der Autobahn mit glimpflichem Ausgang

Weil er eine Ausfahrt verpasste, wendete der Fahrer eines VW-Buses auf der A93. Nur gab entgingen mehrere Personen einem Unglück.

Wie die Polizei mitteilte, war der 63-Jährige aus Niederbayern am Donnerstag am frühen Nachmittag auf der A93 bei Kirchendemenreuth unterwegs. Er sollte den VW-Bus an einen abgesperrten Parkplatz bringen. Dort wartete eine Sportgruppe aus Regen auf den Wagen, weil deren Fahrzeug eine Panne hatte. Die Gruppe hatte es mit dem defekten Auto bis zu dem abgesperrten Parkplatz geschafft, brauchte nun aber als Ersatz den VW-Bus.

Der Fahrer des Buses übersah allerdings die Abfahrt zu dem Parkplatz, weil sie aufgrund der Sperrung nicht ausgeschildert war. Kurzerhand versuchte er, über die Ausfahrt hineinzufahren und wendete auf der Autobahn, um diese auch nicht zu verpassen.

Sattelzug durch Vollbremsung beschädigt

Nachfolgende Fahrzeuge mussten scharf bremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Darunter war ein Sattelzug, der Langholz geladen hatte. Obwohl die Fracht ordnungsgemäß gesichert war, rutschte das Holz nach vorne, beschädigte den Ladekran und verkeilte sich derart, dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war.

Außerdem musste ein weiterer Sattelzug eine Vollbremsung machen, um nicht mit dem Geisterfahrer zusammenzustoßen.

Wie durch ein Wunder blieben alle beteiligten Fahrzeugführer unverletzt. Es entstand allerdings ein Schaden im mittleren vierstelligen Bereich. Die Autobahn blieb für etwa eine Stunde teilweise gesperrt.

Den 63-Jährigen aus Niederbayern erwartet eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Wenden auf der Autobahn kein Kavaliersdelikt

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass das Wenden auf der Autobahn kein Kavaliersdelikt sei. Durch solche Aktionen sei es auch schon zu schweren Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang gekommen. Nur durch viel Glück sei hier weiter nichts passiert. (eg)