Matzersreuth: Fassbindetechnik ist „Immaterielles Kulturerbe“

Herbert Konrad stellt in der Handwerkerscheune Tirschenreuth Fässer wie früher her. Diese Technik wurde jetzt zum Immateriellen Kulturerbe erklärt.

In Tirschenreuth stellt der Arbeitskreis Historisches Handwerk Fässer noch nach alter Tradition her: Denn in der Handwerkerscheune Matzersreuth wurden die ehemaligen Gerätschaften der Fassbinderei Mickisch nicht nur ausgestellt, sondern auch wieder in Betrieb genommen.

Denn das Credo des Arbeitskreises lautet: Bewahren - vermitteln - sammeln - erforschen. In der Handwerkerscheune Matzersreuth befinden sich deshalb viele alte Geräte und Gegenstände. Doch das Herzstück ist die ehemalige Fassbinderei Mickisch.

Fassbindermeister Josef Mickisch war der letzte Schäffler Tirschenreuths. Er hat noch in den 60er Jahren mit den Geräten Bierfässer hergestellt, die jetzt in der Handwerkerscheune stehen. 1996 wurde seine Bindewerkstatt dann abgerissen.

Die Mitglieder des Arbeitskreises konnten das gesamte Inventar retten, bewahren und in der Scheune aufbauen.

Oberpfälzer Heimat: Fassbinderei in Matzersreuth

Denn Sinn und Zweck der Arbeit der Mitglieder des AK Historisches Handwerk sei es, die alten Gerätschaften wieder in Gebrauch zu nehmen, so Herbert Konrad, stellvertretender Vorsitzender des AK. Insbesondere die Fassbinderei wollen die Mitglieder wieder zum Leben erwecken.

Dass sich die Mitglieder für den Erhalt dieses Wissens einsetzen, hat nun Bayerns Heimatminister Albert Füracker mit dem Titel „Immaterielles Kulturerbe“ ausgezeichnet.

Wenn wir jetzt Ihr Interesse geweckt haben, können auch Sie bei der Handwerkerscheune mitanpacken. Denn Mitmachen kann dort jeder. Mehr Infos dazu gibt es hier.

(vl)