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      Sulzbach-Rosenberg

      25 Jahre nach 9/11 – ehemalige Geisel über die Entwicklung bis heute

      New York verhüllt in dunklem Rauch. Islamistische Terroristen entführen am 11. September Flugzeuge, steuern diese unter anderem ins World Trade Center, woraufhin die Türme in sich zusammenkrachen. Insgesamt 2996 Menschen sterben an dem Tag. Es ist ein Angriff nicht nur gegen die USA, sondern gegen die westliche Welt. Entsprechend groß die Anteilnahme damals, etwa durch eine Schweigeminute in ganz Deutschland.

      Die Betroffenheit im September 2001: riesig. Gepaart mit der Angst vor einer großen Eskalation, einem großen Krieg. In Weiden zünden Menschen daher tausende Kerzen an – zum Gedenken der Terror-Opfer, aber auch als Zeichen für den Weltfrieden.

      Die US-Army in der Oberpfalz ist in Alarmbereitschaft. Die Sicherheitskontrollen werden massiv verschärft.

      Oberpfalz von Anschlägen tief betroffen

      Sorgen machen sich damals aber auch die muslimischen Menschen in unserer Region – vor Anfeindungen und Verallgemeinerungen.

      Das Thema prägt die westliche Welt bis heute – gesellschaftlich und politisch. Auch heute haben viele Menschen Angst vor islamistischem Terror – weil es immer wieder zu Anschlägen kommt. Georg Taubmann ist sich sicher: Das liegt auch an den Folgen vom 11. September 2001. Warum, dazu gleich mehr.

      Zunächst: Taubmann leitet in Sulzbach-Rosenberg die Hilfsorganisation Shelter Now. Seit mehr als 40 Jahren hilft sie unter anderem in Afghanistan. Kurz vor den Anschlägen nehmen die in Afghanistan regierenden Taliban Taubmann und sieben weitere Entwicklungshelfer gefangen. Angeblich wegen christlicher Missionierungsarbeit.

      Geiseln als Druckmittel

      Es folgt psychischer Terror. Immer wieder fürchten sie, bestialisch hingerichtet zu werden. Aber bald wird klar: Sie sind Geiseln der Taliban– um in den Verhandlungen mit den Amerikanern nach den Anschlägen ein Druckmittel zu haben. Die Anschläge selbst erlebt Taubmann im Gefängnis.

      Nach 103 Tagen, erzählt uns Taubmann, können die Shelter-Now-Mitarbeiter fliehen, weil die Amerikaner längst in Afghanistan einmarschiert sind, um die Terrorgruppen zu zerschlagen. 20 Jahre dauert der Krieg dort. 2021 ziehen sich die Amerikaner zurück, nur kurze Zeit später kommen die Taliban wieder an die Macht. Billionen Dollar, Hunderttausende Tote – und am Ende kein Ergebnis? Taubmann sieht das anders. Vieles sei aufgebaut worden – Straßen, Schulen, Kliniken.

      Die Amerikaner hätten seiner Meinung nach nur ein bisschen länger bleiben müssen. So aber sei das Land zurückgefallen an Islamisten. So werden in Afghanistan wieder Terorristen ausgebildet – die dann auch in der westlichen Welt Anschläge verüben würden. Taubmann selbst hat sich von seinen Erlebnissen nicht einschüchtern lassen, reiste nach wenigen Monaten wieder nach Afghanistan.

      Denn die Arbeit in Afghanistan sei für Shelter Now noch lange nicht beendet.

      Falls Sie spenden wollen:
      Spendenkonto
      Shelter Now International
      Sparkasse Amberg-Sulzbach
      IBAN: DE87 7525 0000 0021 1513 29
      SWIFT-BIC: BYLADEM1ABG

      (mz)

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