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      Neunburg vorm Wald

      Antikriegstag 2026 ist hochaktuell

      Völkerrechtswidrige Angriffe auf andere Länder sind wieder in Mode gekommen. Unvorstellbares Leid für Menschen und Zerstörung bringen sie mit sich. Der zweite Weltkrieg ist ein schauderhaftes Beispiel dafür. Begonnen von der Deutschen Wehrmacht, die am 1. September 1939 Polen überfallen hat. An diesen Tag wird alljährlich erinnert. 1957 hat der Deutsche Gewerkschaftstag dazu den Antikriegstag ausgerufen. Auch auf dem Friedhof für KZ-Opfer in Neunburg vorm Wald wird in jedem Jahr am 1. September für Frieden geworben. Ein Dauerthema, doch war es in diesem Jahr hochaktuell. Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und in der Zeit grausamer Kriege in nächster Nähe wird die abstrakte Gefahr konkreter. „Sind wir noch in der Nachkriegszeit, oder schon in der Vorkriegszeit?“, fragten die Redner zum Antikriegstag-Gedenken am Plattenberg.

      Im April 1945 wurde das KZ Flossenbürg von den Nazis evakuiert, die Häftlinge sollten nach Dachau marschieren. Hunderte, meist Juden, kam hier bei Neunburg vorm Wald zu Tode, wurden erschossen oder erschlagen. Notdürftig waren sie umliegend verscharrt worden.

      Die Alliierten haben 615 der Opfer schließlich hier auf dem Plattenberg würdig bestattet.

      Ein guter Ort zum Gedenken, weiß SPD-Urgestein Franz Schindler, der seit Jahren den Antikriegstag organisiert. Die Aufrüstungsspirale müsse gestoppt werden. Statt mit einem Milliardenaufwand „Kriegstüchtigkeit“ zu organisieren, müssten mehr Anstrengungen für zivile Friedenssicherung unternommen werden, so der Tenor der Veranstaltung.

      Uschi Maxim vom Bündnis gegen Rechtsextremismus sieht dem Antikriegstag auch ein Signal gegen die AfD.

      All das, was die AfD vertrete, sei der Nährboden für Krieg und für Unfrieden.

      Frieden beginne im Kleinen, bei der Menschlichkeit im täglichen Miteinander, mahnte Martin Birner, der Bürgermeister von Neunburg vorm Wald.

      Ein Antikriegstag 2026 voller Botschaften. „Nie wieder Krieg“, ist leicht gesagt. Doch man muss auch etwas tun dafür. Jeder!

      (gb)

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