Video-Player wird geladen.
Aktueller Zeitpunkt 
Dauer 
Geladen: 0%
Streamtyp LIVE
Verbleibende Zeit 
 
1x
    • Kapitel
    • Beschreibungen aus, ausgewählt
    • Untertitel aus, ausgewählt
      Werbung

      Amberg

      Callcenter-Betrug durchschaut: 67-Jähriger hilft bei Festnahme

      Fritz Seegerer hat großen Mut bewiesen: im März hat er einen sogenannten Callcenter-Betrug sofort erkannt. Ein Anrufer behauptete, seine Tochter habe einen tödlichen Unfall verursacht und forderte 58.000 Euro Kaution. Seegerer blieb ruhig, durchschaute die Masche innerhalb weniger Momente und ließ sich nicht einschüchtern.

      Clever mitgespielt – Täter überführt

      Statt einfach aufzulegen, spielte der 67-Jährige rund 80 Minuten lang mit. Er täuschte vor, dass er Geld und Schmuck verpacken würde und behielt den Täter so geschickt am Telefon. Seine Frau rief in der Zeit die Polizei, die dann den Geldabholer auf frischer Tat erfassen konnte. Die Polizei lobte sein besonnenes und mutiges Vorgehen ausdrücklich, und überreichte eine Auszeichnung.

      Betrugszahlen steigen weiter

      Trotz solcher Erfolge bleibt das Problem groß. Allein in der Oberpfalz wurden im vergangenen Jahr 1.027 Anzeigen registriert. In 108 Fällen waren die Täter erfolgreich und konnten Geld erbeuten. Der entstandene Vermögensschaden beläuft sich auf rund 1,8 Millionen Euro.

      Präventionshinweise

      • Legen Sie sofort auf, wählen Sie selbstständig die 110 und fragen Sie bei der Polizei nach, ob die angegebenen Informationen des Telefonats richtig sind.
      • Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände von Ihnen.
      • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde – auch nicht an Personen, die sich als Polizisten ausgeben
      • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch Polizisten oder andere Amtsträger.
      • Rufen Sie niemals über die am Telefon angezeigte Nummer zurück! Die Täter nutzen die sogenannte Call-ID-Spoofing-Technik, um falsche Nummern anzuzeigen. Die 110 erscheint bei echten Polizeianrufen niemals im Display (auch nicht mit Vorwahl).
      • Vereinbaren Sie mit Ihren Angehörigen oder engen Kontaktpersonen ein persönliches Codewort, das nur Ihnen bekannt ist. So können Sie im Ernstfall echte Notrufe von Betrugsversuchen unterscheiden.
      • Lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest den Vornamen und die Adresse entfernen. Wenden Sie sich dafür an Ihren Telefonanbieter. Ein Formular und Kontaktadressen finden Sie hier.

      (kw)

      expand_less