Das Leben nach dem Brustkrebs

Diagnose: Brustkrebs – Prognose: Leben! Das war das Thema der diesjährigen Brustkrebs-Aktionswochen, die jetzt zu Ende gingen. Passend dazu referierte im Klinikum Weiden eine Frau, die sich nach ihrer Erkrankung zurück ins Leben kämpfte.

Schauspielerin Kathrin Spielvogel stellte dort ihren Film „Ich will ja leben, oder? – ein Brustkrebstagebuch“ vor. 2006 erkrankte die damals 34-Jährige an Krebs. Mit einer Videokamera hat sie ihren Kampf gegen die Krankheit begleitet und all ihre Emotionen aufgezeichnet– Schreie, Wut, Trauer aber auch Optimismus. 2007 sei eine Kontrolluntersuchung erstmalig ohne Befund gewesen. Aber auch dann sei ihr Leben ein Kampf geblieben. Sie lebte von Hartz IV, arbeitete in einem Yoga-Studio und habe den Bezug zu sich und ihren Grenzen verloren. Deshalb war ihre Botschaft an alle Zuhörer: Sagt auch einmal nein, nehmt eure Grenzen wahr und seid gut zu euch selbst.

Ein Restrisiko wieder an Brustkrebs zu erkranken bleibe zwar ein Leben lang. Aber es gebe ein Leben nach dem Krebs. Sie selbst hatte befürchtet, wegen der Hormonpräparate keine Kinder mehr bekommen zu können. Inzwischen ist sie Mutter einer sechsjährigen Tochter.

(eg/Videoreporter: Siegfried Sitter)