Schwandorf
Eröffnung des neuen Stadtarchivs Schwandorf
Ob Ahnenforschung, wissenschaftliche Neugierde oder Interesse an Bauplänen und Ortsgeschichte: Stadtarchive stehen den Bürgern offen, um jegliche Fragen zur eigenen Geschichte zu klären und zu forschen. Auch wenn es kommunale Pflicht ist, ein Stadtarchiv zu betreiben, ist es keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Umso erfreulicher ist es, dass das Schwandorfer Stadtarchiv wächst und deswegen sogar umziehen musste. Jetzt ist das neue Archiv eröffnet worden.
Eine Lutherbibel aus dem 16. Jahrhundert: Sie ist einer der neuen Zugänge im Stadtarchiv Schwandorf und stammt aus der Kreuzbergbibliothek. Doch nicht nur sie, auch private Sammlungen und aktuelle Dokumente führen dazu, dass das Archiv stetig wächst – und der Platz im Archiv ausgegangen ist. Deshalb ist das Schwandorfer Stadtarchiv nun von den bisherigen Räumlichkeiten im Rathaus in das ehemalige städtische Krankenhaus umgezogen. Dieses ist jetzt feierlich eröffnet worden.
Ehemaliges städtisches Krankenhaus ist geeigneter Standort
Das ehemalige städtische Krankenhaus hat sich als neuer Archivstandort angeboten: Durch die Nähe zum Rathaus sind Verwaltung und Archiv weiterhin in engem Austausch. Einige bauliche Maßnahmen waren dennoch erforderlich, um die Anforderungen für ein Archiv zu erfüllen, wie Josef Fischer, Archivleiter in Schwandorf, betont: Denn ein Archiv benötigt bestimmte Luftfeuchtigkeit, Klima, Beleuchtung und Dunkelheit. Das alles bietet der neue Standort, genauso wie genug Platz für die rund 2.500 laufenden Archivmeter, die das Schwandorfer Stadtarchiv an Beständen umfasst.
Archive auch wichtig für die Zukunft
Zwar beherbergen Archive hauptsächlich alte Dokumente, um die Forschung in der Vergangenheit zu ermöglichen, jedoch nicht nur das: Es ist auch wichtig, dass Archive in Zukunft mit aktuellen Dokumenten und privaten Sammlungen weiter befüllt werden, um zukünftigen Generationen den Blick in unsere Zeit zu ermöglichen. Oberbürgermeister Andreas Feller appelliert daher auch an die Bürger, Erbstücke nicht zu entsorgen, sondern dem Archiv zukommen zu lassen.
So kann das neue Stadtarchiv weiterwachsen und die Gegenwart für die Zukunft dokumentieren.
Wer interessiert ist, kann sich das neue Stadtarchiv am Sonntag im Rahmen des Tages des offenen Denkmals auch selbst ansehen.
(en)