Forschungscamp bei Siemens

Vom simplen Wasserkocher bis zu hochtechnologischen Produkten beackert Siemens ein breites Produktfeld. In Kemnath im Landkreis Neustadt/WN ist es Medizintechnik und da geht es ebenfalls ständig darum, Neues zu entwickeln oder Bestehendes zu verbessern.

Da sind kreative Köpfe gefragt, auch immer wieder als Nachwuchs. Und so bemühen sich hier derzeit 16 Studenten aus aller Welt um neue Problemlösungen. In diesem internationalen Ideenwettbewerb geben die Experten von Siemens die Aufgaben vor. Die Gedanken sind dann frei nach allen Richtungen.

Die Studenten sind aus Ägypten, Schweden, Spanien, der Türkei oder Mongolei, aus den Niederlanden, Singapur und auch aus Deutschland. Da kommen dann schon unterschiedliche Blickwinkel zusammen, es ergeben sich verschiedene Ansätze. Und so kann sich ein hohes Maß an Kreativität summieren.

Insa Weber aus Wilhelmshaven etwa versucht sich gerade auf dem Feld der Angiographie, also der Darstellung von Blutgefäßen. Hier geht es darum, bei der bildlichen Wiedergabe eine höhere Genauigkeit zu erreichen.

Die Voraussetzungen für neue Denkansätze ergeben sich schon mit den verschiedenen Fachrichtungen, aus denen die Studenten kommen. Zudem lassen sich Ideen entwickeln aus einem Freiraum heraus, ohne einen Anflug von Betriebsblindheit. Da geht der Blick auch mal über den Tellerrand hinaus, wie das Projektleiter Sultan Haider formuliert.

Auf ein Vierteljahr ist dieses Forschungscamp angesetzt, jetzt ist gerade mal Halbzeit. Profitieren werden beide Seiten von dieser Kreativ-Offensive. Für das Unternehmen ergeben sich innovative Ansätze und den Studenten eröffnen sich womöglich direkte berufliche Perspektiven. Siemens steht bereits mit zwei Drittel der Teilnehmer in konkreten Verhandlungen.