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      30 Jahre 30 Geschichten

      Illegale Autorennen – heute und vor 30 Jahren

      Ende August 2026: Ein 22-Jähriger verliert sein Leben bei einem Autounfall in der Nähe von Gebenbach. Sein Wagen und der eines weiteren jungen Mannes krachen in einen LKW, zwei der Autos fangen Feuer. Der Verdacht: Die zwei jungen Fahrer könnten sich ein illegales Rennen geliefert haben – mit fatalen Folgen.

      Schon vor 30 Jahren beschäftigen Raser die Oberpfälzer Polizei. Zum Beispiel ein damals 28-Jähriger in Amberg im Sommer 1997, der mit 125 Stundenkilometer über den Kaiser-Wilhelm-Ring rast und sich auch von der Polizei nicht stoppen lässt. Eine Verfolgungsjagd endet schließlich mit einem Unfall in der Katharinenfriedhofstraße.

      Immer wieder beschweren sich Anwohner über dröhnenden Motorenlärm oder zu laute Musik auf den Straßen rund um die Altstadt. Die Amberger Polizei geht im Sommer 2003 mit zivilen Fahrzeugen auf Raser-Jagd. Wir sind damals mit der Kamera dabei – und prompt geht jemand mit Tempo 81 ins Netz der Beamten.

      Auch heute noch nutzen übermütige Fahrer den Amberger Ring gerne für rasante Manöver. Die Amberger Polizei hat deswegen Beamte, die sich besonders mit der Tuning-Szene auskennen. Die Fallzahlen bewegten sich zuletzt glücklicherweise im niedrigen einstelligen Bereich: Zwischen einem und acht Fällen pro Jahr, so ein Sprecher der Amberger Polizei.

      Bayernweit Zahlen auf Rekordniveau

      849 illegale Autorennen hat die Polizei 2023 für ganz Bayern erfasst. Die Zahlen haben sich in den vergangenen Jahren auf Rekordniveau bewegt. In der Oberpfalz hat das Polizeipräsidium dieses Jahr bisher 5 Fälle von illegalen Autorennen verzeichnet. Zwei davon waren in den vergangenen Wochen im Bereich der Polizei Auerbach. Auf einer Kreisstraße bei Vilseck haben sich zum Beispiel Ende August zwei junge Männer ein Rennen geliefert – die Raser müssen nun mit einem Verfahren rechnen. Die Strafen für Autorennen wurden 2017 erhöht, erklärt der Auerbacher Dienststellenleiter Manfred Plößner. „Je nachdem, was bei einem solchen Rennen passiert, kann das bis zum Verbrechen hochgestuft werden.“, gibt er zu bedenken.

      Ob heute oder vor 30 Jahren. Illegale Autorennen waren und bleiben ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Für beteiligte und unbeteiligte Autofahrer, wie der Unfall bei Gebenbach zeigt.

      (az)

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