Amberg
Klamme Kassen in Amberg: Sparen! Sparen! Sparen!
Der Stadt Amberg fehlen 2027 knapp vier Millionen Euro für einen ausgeglichen Vermögenshaushalt. Das zeichnet sich im Haushaltsentwurf ab, der heute vorgestellt worden ist. Also: Sparen! Sparen! Sparen!
Die Kommunen in Bayern klagen darüber, dass ihnen die Bundesregierung immer mehr Aufgaben auferlege, die Finanzierung aber nicht erhöht werde. Das Geld fehlt also überall. Und so steht die Stadt Amberg zumindest nicht alleine da, die derzeit an ihrem Haushaltsentwurf für 2027 zu knabbern hat. Beraten wird er am 12. November 2026 im Hauptverwaltungs- und FinanzausschussDie abschließende Entscheidung soll der Stadtrat in seiner Sitzung am 7. Dezember 2026 treffen.
Die Lage sei ernst und lasse keine finanzielle Spielräume zu, hieß es heute bei der Präsentation des Entwurfes. Dazu teilt die Stadt mit:
„Die Stadt Amberg steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Steigende Personal-, Sach- und Betriebsaufwendungen, höhere Kosten in der Jugendhilfe und der zusätzliche Finanzierungsbedarf des Klinikums St. Marien Amberg belasten den Haushalt. Bereits bei der Planung zeichnet sich ab, dass die Verwaltungshaushalte in den Jahren 2027 bis 2030 voraussichtlich nicht ausgeglichen werden können. In allen Referaten und Schulen wurden deshalb die Budgets für Geschäfts- und Fachaufgaben überprüft und um rund acht Prozent reduziert. Dabei handelt es sich überwiegend um Einsparungen, teilweise aber auch um Maßnahmen zur Steigerung der Einnahmen, um handlungsfähig zu bleiben“, heißt es in der Mitteilung.
Amberg müsse als Kommune auch künftig investieren und dafür sorgen können, dass Amberg ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsstandort bleibe, wird Oberbürgermeister Michael Fritz (Freie Wähler) zitiert.
Der Verwaltungshaushalt umfasst in dem aktuellen Entwurf für 2027 rund 188,1 Millionen Euro. Aus ihm werden die laufenden Einnahmen und Ausgaben der Stadt finanziert. Trotz der umgesetzten Einsparungen könne die erforderliche Zuführung an den Vermögenshaushalt nicht erwirtschaftet werden. Statt der vorgesehenen 4.239.700 Euro seien lediglich 297.900 Euro eingeplant. Damit fehlten 3.941.900 Euro zur Erreichung der erforderlichen Sollzuführung. „Die laufenden Aufgaben lassen sich zunehmend schwerer aus den laufenden Einnahmen finanzieren. Auch die mittelfristige Finanzplanung zeigt, dass in den Jahren 2029 und 2030 negative Ergebnisse des Verwaltungshaushalts zu erwarten sind“, erläuterte Finanzreferent Jens Wein. Trotz der angespannten Haushaltslage müsse die Stadt notwendige Investitionen ermöglichen. Dazu zählten der Erhalt und die Sanierung der Infrastruktur, Investitionen in Schulen, Kindertageseinrichtungen und Ganztagsbetreuung, der Kanal- und Straßenbau, IT und EDV sowie das Feuerwehrwesen. Zu den konkreten Vorhaben gehören unter anderem der Ausbau des Knotenpunkts bei Siemens, Straßenbaumaßnahmen im Gewerbegebiet West, Kanalbauarbeiten im Gewerbegebiet Karmensölden und die Weiterentwicklung des Sanierungsgebiets Luitpoldhöhe.
Im Entwurf hat der Haushalt ein Gesamtvolumen von rund 236,6 Millionen Euro, der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben jeweils mit mehr als 188 Millionen ab, die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt im Entwurf, knapp 300000 Euro, die Sollzuführung von 4,2 Millionen Euro wird damit um 3941900 Euro verfehlt.
Die Kreditermächtigung ist im Entwurf mit 23,8 Millionen Euro geplant.
(gb)