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      Wöllershof

      Klinikum in Wöllershof wird zur Kunstschau: Mähringer Künstler Emil Schicker und Familie

      Wer war Emil Schicker?

      Trotz prägender Kriegserfahrungen und schwerer familiärer Verluste bewahrte sich Schicker eine positive Sicht auf das Leben. Dabei halfen ihm sein tiefer Glaube und seine Kreativität. Inspiration fand er vor allem in seiner Heimat Mähring, der Natur und den Menschen, die ihm nahestanden.

      Besonders beeindruckend sei die künstlerische Entwicklung ihres Vaters über die verschiedenen Lebensphasen hinweg gewesen, sagte Tochter Karin Achatz. Sein unermüdlicher Schaffensdrang und seine Leidenschaft spiegelten sich in der Vielzahl seiner Werke wider. Selbst eine Erkrankung habe ihn nicht davon abgehalten, immer wieder neue Bilder zu schaffen.

      Als bei Schicker eine Demenz festgestellt wurde, zog er in ein Seniorenheim. Nach einer kurzen Pause fand er jedoch zurück zur Malerei und arbeitete weiter mit Pinsel und Farbe. Dass seine Werke nun in einer Klinik gezeigt werden, verleiht der Ausstellung eine besondere Symbolkraft.

      Familienerbe: Die Kreativität

      Prof. Dr. Wittmann betonte im Gespräch mit OTV, dass Schicker nicht nur ein umfangreiches künstlerisches Werk hinterlassen habe. Seine Begeisterung für die Kunst habe er auch an die nachfolgenden Generationen weitergegeben. Deshalb sind neben seinen Bildern auch Arbeiten seiner Tochter, Enkelin und Urenkelin in der Ausstellung zu sehen.

      Für Enkelin Eva Achatz war Kunst von klein auf Teil des Familienalltags. Ihren Großvater habe sie schon früh als Künstler erlebt und oft gemeinsam mit ihm gemalt. Diese Erfahrungen hätten sie geprägt und ihr ein erstes Vorbild für kreatives Arbeiten gegeben. Heute sei sie selbst als Designerin tätig und schätze insbesondere die Fähigkeit, ungewöhnliche Ideen miteinander zu verbinden und daraus mit viel Liebe zum Detail etwas Neues entstehen zu lassen.

      Wo kann ich die Bilder sehen?

      Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 13. November während der üblichen Öffnungszeiten der Psychiatrischen Institutsambulanz kostenlos zu besichtigen. Sie erzählt die Geschichte einer Künstlerfamilie über mehrere Generationen hinweg und greift damit den Gedanken des Ausstellungstitels auf: Aus einer Wurzel sind viele kreative Triebe gewachsen.

      (ls)

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