Oberpfalz
Kriminalstatistik Oberpfalz 2025: Rückgang der Straftaten – Cybercrime nimmt zu
Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat die Kriminalstatistik 2025 vorgestellt und damit einen umfassenden Einblick in die aktuelle Sicherheitslage im Regierungsbezirk gegeben. Die Zahlen zeigen: Die Oberpfalz bleibt eine vergleichsweise sichere Region, steht jedoch vor neuen digitalen Herausforderungen.
Weniger Straftaten in der Oberpfalz
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 40.882 Straftaten registriert – ein Rückgang um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt bei 71,5 Prozent und bestätigt das hohe Ermittlungsniveau der Polizei.
Besonders positiv fällt der deutliche Rückgang bei Diebstahldelikten auf. Hier konnte die Polizei spürbare Erfolge erzielen.
Cyberkriminalität bleibt größte Herausforderung
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung zeigt die Statistik, dass die Cyberkriminalität weiter zunimmt. Digitale Angriffe, Online-Betrug und andere internetbasierte Delikte stellen die Ermittlungsbehörden vor wachsende Aufgaben. Die Polizei reagiert darauf mit verstärkten Präventionsmaßnahmen und spezialisierter Ermittlungsarbeit.
Starker Anstieg bei Betrugsfällen
Besonders auffällig ist der Anstieg der Betrugskriminalität um 35,3 Prozent. Insgesamt wurden 1.023 Fälle von Callcenter-Betrug gemeldet – darunter Schockanrufe, falsche Polizeibeamte und andere perfide Maschen.
Mehr Sexualdelikte – höhere Anzeigebereitschaft als Ursache
Die Zahl der Sexualdelikte ist um 8,1 Prozent gestiegen. Laut Polizeipräsidium hängt dieser Anstieg jedoch nicht allein mit mehr Taten zusammen, sondern auch mit einer gestiegenen Anzeigebereitschaft sowie intensiveren Ermittlungen. Dadurch werden mehr Fälle sichtbar und statistisch erfasst.
(km)