Prozessauftakt gegen mutmaßliche Schleuser

Seit heute stehen 3 ungarische Staatsbürger in Weiden vor Gericht. Sie sollen 2015 insgesamt 278 Menschen nach Deutschland eingeschleust haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen „gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern unter das Leben gefährdender, unmenschlicher und der Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung aussetzender Behandlung” vor. Der Strafrahmen sieht hier 1 bis 10 Jahre vor.

Die Eingeschleusten sind in Kleintransportern nach Deutschland gebracht worden. Während der bis zu 10-stündigen Fahrt in völliger Dunkelheit hatten sie keine Möglichkeit, ihre Notdurft zu verrichten. Ferner war keine ausreichende Frischluftzufuhr gewährleistet.

2 der 3 Angeklagten nahmen heute den Vorschlag einer Verständigung an und räumten die Taten vollends ein. Ihnen wurden Strafen zwischen 2 Jahren 6 Monaten beziehungsweise 3 bis 4 Jahren in Aussicht gestellt. Der 3. Angeklagte, Peter V., verweigerte die Verständigung. Statt der 5 bis 6 Jahre Haft bei einem Geständnis drohen ihm nun zwischen 8 und 9 Jahren Haft.

Die Verhandlung wird am Dienstag am Landgericht Weiden fortgesetzt.