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      Schwandorf

      Tag der offenen Moschee: Einblick in muslimisches Gemeindeleben

      Viele Schwandorfer kennen das Gebäude mit der türkischen und der deutschen Flagge – doch was sich hinter den Türen der Moschee abspielt, ist für viele weniger bekannt. Beim bundesweiten Tag der offenen Moschee hat die Türkisch-Islamische Gemeinde Schwandorf deshalb Besucher eingeladen, den islamischen Glauben und das Gemeindeleben kennenzulernen.

      Gemeinschaft seit fast 40 Jahren

      Seit 1987 gibt es die Türkisch-Islamische Gemeinde in Schwandorf. Inzwischen zählt sie mehr als 250 Mitglieder. Die Moschee ist dabei nicht nur ein Ort für die täglichen Gebete, sondern auch Treffpunkt und Anlaufstelle für die muslimische Gemeinschaft. Die Gemeinde organisiert unter anderem Feste und kümmert sich um den Betrieb der Moschee.

      Ein wichtiger Bestandteil ist außerdem der Religionsunterricht für Kinder und Jugendliche. Am Wochenende werden sie in den Räumen der Moschee unterrichtet. Imam Nadir Kirici und seine Kollegin Hadibe Özel sind dafür eigens von der türkischen Regierung nach Schwandorf entsandt worden. Özel ist erst vor rund drei Wochen in Deutschland angekommen.

      Ein Tag zum Lernen

      Für Besucher gab es am Aktionstag einiges zu erfahren. Der Gebetsraum der Moschee ist nach Mekka ausgerichtet. Die Gebetszeiten – fünfmal am Tag – orientieren sich am Sonnenstand und verändern sich deshalb täglich. Der Gebetsruf, der in vielen muslimisch geprägten Ländern von den Minaretten zu hören ist, wird auch in Schwandorf vor den Gebeten vorgetragen – allerdings nur innerhalb der Moschee.

      Zwei Gruppen hat das Vater-Sohn-Team rund um Mustafa und Ferdi Eraslan am Aktionstag durch ihre Moschee geführt. Der Tag der offenen Moschee soll vor allem den Austausch fördern und Einblicke in einen Teil des Schwandorfer Gemeindelebens geben, der vielen bislang wenig bekannt ist.

      (sb)

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