Vilseck / Amberg
Truppenabzug Vilseck: Initiative der stabilen 8 soll umgesetzt werden
Der Schock in Vilseck saß vor genau einer Woche tief, als bekannt wurde, dass die Stadt vom geplanten Truppenabzug der Amerikaner betroffen ist. Die Rede war von den 5.000 Soldaten der Stryker Brigade, die sich aktuell gar nicht in Vilseck befindet, sondern auf einer Übung an der Nato-Ostflanke in Polen und Litauen. Nach jetzigem Stand der Dinge kehren die Soldaten nach der Übung wieder nach Vilseck zurück.
Dennoch machen sich die Politiker in der Region viele Sorgen. Die Freien Wähler hatten laut Landtagsabgeordneten Bernhard Heinisch einen Dringlichkeitsantrag gestellt, den auch alle Parteien, außer eine, unterschrieben haben. Dieser Antrag sei zusammen mit der CSU weiterentwickelt worden, so Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt. Jetzt gehe es darum, schnell auszuloten, wie dem geplanten Truppenabzug aus der Region dauerhaft begegnet werden kann. Die Rede ist von der Initiative „Stabile 8“, die umgesetzt werden soll. Dazu gehöre dann unter anderem auch, Gewerbefllächen für Neuansiedlungen von Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Die Region müsse sich dabei als ein Wirtschaftsraum begreifen.
Vilsecks Bürgermeister Thorsten Grädler will deshalb alle betroffenen Bürgermeisterkollegen kontaktieren. Das Ziel sei, einen gemeinsamen Termin im Wirtschaftsministerium in München zu finden. Das solle so bald als möglich der Fall sein. Bei den Gesprächen gehe es dann auch darum, alle möglichen Fördermöglichkeiten von Land, Bund und Europa zu akquirieren.
(tb)