Michelfeld: Sanierung der Regens-Wagner-Einrichtung – Staatsministerin Grütters zu Besuch

Das ehemalige Kloster in Michelfeld wird saniert – 38 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Etwa ein Drittel davon steuert der Bund bei. Deswegen war die Kulturbeauftragte der Bundesregierung zu Besuch und hat sich ein Bild davon gemacht.

Im Jahre 1119 ist es von Bischof Otto von Bamberg gegründet worden – das Benediktinerkloster Michelfeld bei Auerbach in der Oberpfalz. Seitdem sind knapp 900 Jahre vergangen – und seitdem hat sich dort viel verändert. Denn das Kloster wird schon lange nicht mehr als Kloster genutzt, sondern als Regens-Wagner-Einrichtung: Schon seit 1884 werden hier Menschen mit Behinderung betreut.

Große Finanzierungsallianz für die Grundsanierung der Einrichtung
Jetzt stehen weitere Veränderungen an: Denn das ehemalige Kloster soll grundsaniert werden. Für insgesamt 38 Millionen Euro. 12 Millionen davon übernimmt der Bund. Die Kulturbeauftragte des Bundesregierung Monika Grütters hat sich ein Bild vor Ort gemacht. Denn es sei ein absoluter Sonderfall, betonte sie bei ihrem Besuch.

Für die restlichen 26 Millionen Euro kommen unter anderem die Regens-Wagner-Stiftung Michelfeld, das Erzbistum Bamberg, die Städtebauförderung und Aktion Mensch auf.

Zehn Jahre lang Bauarbeiten
Die Herausforderung bei den Baumaßnahmen: Die Substanz des denkmalgeschützten historischen Gebäudes zu erhalten. Und gleichzeitig moderne Nutzungen zu integrieren, so Architekt Peter Brückner. Insgesamt setze sich das Großprojekt in Michelfeld aus vier Bauabschnitten zusammen. Angedacht seien dafür zehn Jahre – und das bei laufendem Betrieb.

Weitere Stationen in der Oberpfalz
Staatsministerin Monika Grütters war nach ihrem Besuch in Michelfeld noch an weiteren Orten in der Oberpfalz unterwegs. Unter anderem auch im Landkreis Schwandorf – in Trausnitz. Denn dort soll der Sachsenturm mit der angegliederten Versöhnungskapelle renoviert werden. Auch hier beteiligt sich der Bund an der Finanzierung – und zwar mit 870.000 Euro.

(cg)