Amberg

Multifunktionsplatz wird für eine Stunde zum Klaus-Peter-Beer-Platz

„Hoffentlich sieht’s mir keiner an. Vor allem wegen meiner Eltern nicht“ – das schrieb Klaus-Peter Beer in sein Tagebuch. Mit „es“ meint er seine Homosexualität, die ihn aufgrund seiner konservativen Prägung sein Leben lang in einen inneren Konflikt drängt. 30 Jahre später wird Beer bei einem Besuch in seiner Heimatstadt Amberg von zwei Neonazis ermordet – aufgrund seiner Homosexualität.

Forderung nach Umbenennung des Multifunktionsplatzes

Das Bündnis gegen das Vergessen fordert, den Amberger Multifunktionsplatz dauerhaft zu einem Klaus-Peter-Beer-Platz zu machen. Nicht nur der Name soll geändert werden, auch beispielsweise eine Umlackierung der Bänke und Fahrradständer in Regenbogenfarben oder Wegweiser zum Klaus-Peter-Beer-Steg sollen den Platz zu einem Symbol der Offenheit und Toleranz machen.

Erinnerung wichtiger denn je

Auch 31 Jahre nach Beers Tod soll die Erinnerung an ihn aufrechterhalten werden, findet Phillip Pietsch, Vorständ*in von Kunterbunt Amberg. Besonders durch die Zunahme von Gewalttaten gegen queere Menschen sei es wichtig, ein Zeichen für Toleranz zu setzen. Durch eine Umbenennung des Platzes könne man zeigen, dass Amberg aus seiner Geschichte gelernt hat und einer Wiederholung der Geschehnisse entgegenwirken.

(en)

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