Kaibitz / Kemnath

Nach Hitzesommer: Erntebilanz 2026

Leere Felder und trockene Böden: Die anhaltende Trockenheit sorgt in diesem Jahr für Ernteausfälle und geringere Erträge. Laut Deutschem Bauernverband ist die Getreideernte bundesweit zwar nur um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Bei einigen Kulturen sind die Verluste jedoch deutlich größer.

Winterraps und Kleegras besonders betroffen

Während Wintergerste und Triticale noch vergleichsweise gut abschneiden, wird bei Winterweizen und Winterraps mit Ertragsrückgängen von neun beziehungsweise 20 Prozent gerechnet. Besonders stark trifft die Trockenheit auch das Kleegras. Auf den trockenen Wiesen wächst nach dem Mähen kaum etwas nach – ein Problem für Landwirte und Biogasanlagen.

Für Tierhalter bedeutet der Kleegrasmangel zudem weniger Futter. Auch Mais kann die Ausfälle nicht vollständig ausgleichen, da die Pflanzen durch die Trockenheit oft kleiner bleiben und weniger ausgeprägte Kolben bilden.

Futtervorräte werden wichtig

Landwirte mit ausreichenden Rücklagen können die Ausfälle teilweise abfedern. Milchbauer Gerhard Weismeier konnte auf Futtervorräte aus dem vergangenen Jahr zurückgreifen.

Doch nicht alle Betriebe haben diese Möglichkeit. Teilweise werden bereits Tiere verkauft, was zu einem größeren Angebot an Fleisch und damit sinkenden Preisen führen kann.

Auswirkungen für Verbraucher

Für Verbraucher sind die Folgen bislang kaum spürbar. Während die Preise für Backwaren relativ stabil bleiben, wird regionales Obst bereits teurer. Viele Kunden greifen deshalb eher zu günstiger Importware.

Wer bewusst regionale Produkte kauft und dafür etwas mehr bezahlt, kann laut den Landwirten die heimische Landwirtschaft unterstützen.

Trockenheit bleibt Herausforderung

Durch die zunehmende Erderwärmung dürften Trockenphasen auch in Zukunft häufiger auftreten. Eine Entlastung für die Landwirtschaft ist daher vorerst nicht in Sicht.

(sos)

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