Oberpfalz: Starker Rückgang des Fremdenverkehrs

Um das Corona-Virus einzudämmen, müssen die Kontakte auf ein Minimum beschränkt werden. Und bis vor wenigen Tagen galten in Bayern noch Ausgangsbeschränkungen. Die Auswirkungen der Corona-Krise werden auch im Bereich des Fremdenverkehrs deutlich.

In der gesamten Oberpfalz sind im Monat März 58,4 Prozent weniger Gäste angekommen. Total sind das für den März 61.210 Gäste gewesen.  Am stärksten hat es hier den Landkreis Neustadt an der Waldnaab getroffen. Im März 2020 sind hier 3.096 Gäste angekommen. Das sind 63,0 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat. Am besten erging es hier noch Regensburg: 6.051 Gäste sind im März angekommen, doch auch das ist ein Rückgang um 49,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im März 2020 ist es zu 173.821 Übernachtungen in der gesamten Oberpfalz gekommen. Das sind 52,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Hier ist der Landkreis Tirschenreuth noch am wenigsten betroffen. Im Landkreis kam es im März 2020 zu 15.238 Übernachtungen. Das ist dennoch ein Rückgang um 36 Prozent im Vergleich zum März 2019. Am schlechtesten geht es dabei Weiden. In der Stadt wurden im März 2020 2.242 Übernachtungen gebucht. Ein Rückgang um 63,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Betrachtet man das bisherige komplette Jahr 2020, zeigt sich auch hier ein Rückgang in den Zahlen des Fremdenverkehrs in der Oberpfalz. Von Januar bis März 2020 sind in der Oberpfalz 316.596 Gäste angekommen. Das ist ein Rückgang um 18,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 16,3 Prozent weniger Übernachtungen wurden in dem Zeitraum von Januar bis März 2020 in der Oberpfalz gebucht. Das waren im bisherigen Jahr 2020 821.788 Übernachtungen in der Oberpfalz.

Genaue Zahlen für die jeweiligen Landkreise und kreisfreie Städte gibt es unter www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2020/pm116.

Auch bayernweit meldet das Bayerische Landesamt für Statistik stark rückläufige Zahlen im Tourismus:

Die „Corona-Krise“ sorgte im März 2020 für einen deutlichen Einbruch der Gäste- und Übernachtungszahlen im bayerischen Tourismus. Wie das bayerische Landesamt für Statistik nach vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus mitteilt, meldeten die rund 10 980 geöffneten Beherbergungsbetriebe*) Bayerns für März 2020 lediglich 1,0 Millionen Gäste und damit einen Rückgang um 61,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Zahl der Übernachtungen brach um 53,4 Prozent auf rund 3,2 Millionen ein. Von den massiven Rückgängen waren alle Regierungsbezirke gleichermaßen betroffen.

Die Auswirkungen der CoViD-19-Pandemie auf den bayerischen Tourismus spiegeln sich in den Gäste- und Übernachtungszahlen für den Monat März deutlich wider. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach den nun vorliegenden, vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus mitteilt, brachen die Gästezahlen in den rund 10 980 geöffneten Beherbergungsbetrieben*) Bayerns im März 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 61,5 Prozent auf rund eine Million ein, die Zahl der Übernachtungen sank um 53,4 Prozent auf unter 3,2 Millionen. Die Zahl der inländischen Gäste ging um 58,4 Prozent zurück, deren Zahl an Übernachtungen halbierte sich gegenüber März 2019. Die Nachfrage aus dem Ausland war mit einem Minus von 71,8 Prozent bei den Gästeankünften und von 64,9 Prozent bei den Übernachtungen noch stärker betroffen. Die starken Einbrüche im März dominieren auch das Ergebnis für das erste Quartal 2020: Hier sank die Zahl der Gästeankünfte gegenüber dem Vorjahresquartal um 20,7 Prozent auf knapp 6,0 Millionen und die Zahl der Übernachtungen um 15,8 Prozent auf rund 16,0 Millionen.

Die massiven Rückgänge im März 2020 betrafen durchweg alle Betriebsarten. Die höchsten Einbußen gegenüber dem Vorjahresmonat mussten die Jugendherbergen und -hütten (Gästeankünfte: -65,5 Prozent, Übernachtungen: -58,9 Prozent), die Campingplätze (Gästeankünfte: -65,4 Prozent, Übernachtungen: -59,0 Prozent) und die Hotels (Gästeankünfte: -63,5 Prozent, Übernachtungen: -60,5 Prozent) hinnehmen. Mit einem Minus von 33,5 Prozent bei den Gästeankünften und von 22,9 Prozent bei den Übernachtungen traf es die Vorsorge- und Rehaeinrichtungen noch am geringsten.

In den Regierungsbezirken nahmen die Gästeankünfte im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat zwischen 65,0 Prozent in Mittelfranken und 55,0 Prozent in Niederbayern ab. Bei den Übernachtungen lag die Spanne zwischen -60,6 Prozent in Mittelfranken und -45,4 Prozent in Unterfranken.

Aufgrund der CoViD-19-Pandemie wurden im März 2020 zunächst zahlreiche Messen, Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen, Freizeitangebote usw. abgesagt bzw. eingeschränkt. Dazu kamen weltweite Reisewarnungen für Touristen sowie Grenzschließungen. Seit Einführung der Reisebeschränkungen ab 18. März 2020 können die Beherbergungsbetriebe ihre Übernachtungsmöglichkeiten nur noch für notwendige, jedoch nicht mehr für touristische Zwecke anbieten. Noch größere Auswirkungen der „Corona-Krise“ auf die Tourismusergebnisse sind daher im April 2020 zu erwarten. Bereits im Laufe des März haben viele Häuser ihren Betrieb vorübergehend geschlossen.

In das vorläufige Ergebnis für den Monat März gingen Meldungen von 94,9 Prozent der bayerischen Beherbergungsbetriebe ein. Die Angaben der Betriebe, von denen bislang keine Informationen für März 2020 vorlagen, wurden geschätzt. Damit sind diese vorläufigen Ergebnisse trotz aller Einschränkungen in hohem Maße repräsentativ. Das Bayerische Landesamt für Statistik dankt hierfür insbesondere den Beherbergungsbetrieben für ihre große Meldebereitschaft auch in der aktuell schwierigen Situation.

Hinweis:
*) Geöffnete Beherbergungsstätten mit zehn oder mehr Gästebetten, einschließlich geöffnete Campingplätze mit zehn oder mehr Stellplätzen

(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik)

 

(vl)