
Weiden
OTH begrüßt Semestergebühren für ausländische Studenten
Ausländische Nicht-EU-Studenten sollen an den Hochschulen künftig Semestergebühren bezahlen. Das fordert der CSU-Arbeitskreis Hochschulen und Kultur, dem Dr. Stephan Oetzinger vorsteht.
Ganz schön was los hier an der OTH in Amberg. Mehr als 4500 Studenten sind an der OTH Amberg-Weiden eingeschrieben. Erstaunlich: Die Hälfte der Studenten kommt aus dem Ausland, vor allem aus Indien, Bangladesch, Pakistan und Afrika. Das ist oftmals mit mehr Kosten verbunden. Es seien Sprachkurse nötig und Integrationsmaßnahmen.
Um das alles zu gewährleisten, hat die OTH Amberg Weiden daher in den vergangenen Jahren etwa eine Hand voll zusätzliche Stellen geschaffen. Zur Finanzierung erhebt die OTH seit zwei Jahren bereits eine Servicegebühr von aktuell 500 Euro. Genau das dürfen Hochschulen bereits, bald müssen sie es sogar. Zumindest wenn es nach dem Arbeitskreis Hochschulen und Kultur der CSU geht. Dr. Stephan Oetzinger, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Weiden, ist Vorsitzender dieses Kreises. Geht es nach ihm, soll dabei die Untergrenze für die Semestergebühr von Nicht-EU-Studenten 1000 Euro betragen.
KI soll in Prüfungen erlaubt werden
Die OTH Amberg Weiden begrüßt den Vorstoß. Prof. Dr. Julia Heigl, die als OTH-Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Internationales veranwortlich ist, fordert aber Ausnahmen.
Ein Rückgang der Studentenzahl sei nicht zu erwarten, weil es Studiengebühren auch in anderen Ländern gebe und weil unter Präsident Donald Trump die USA für Studenten nicht mehr so attraktiv sei und diese nach Alternativen suchen. Die Semestergebühren sind nur ein Teil einer Hochschulnovelle. Auch in Sachen Künstlicher Intelligenz soll sich was tun: KI soll in Prüfungen erlaubt werden.
KI solle menschliches Wissen dabei nicht ersetzen, ergänzt Heigl. Denn es sei auch wichtig, nachprüfen zu können, ob die KI-Ergebnisse auch stimmen.
(mz)