
OTV-Kinotipp
OTV-Kinotipp: „Wildwood“ – Ein magisches Abenteuer jenseits der bekannten Welt
Handgemachte Figuren, fantastische Kulissen und eine Welt voller Magie: „Wildwood“ ist nicht nur ein außergewöhnliches Fantasy-Abenteuer, sondern auch ein beeindruckendes Stück Animationskunst.
Im Mittelpunkt des Films steht die zwölfjährige Prue, deren kleiner Bruder Mac von einem Schwarm Krähen entführt wird. Gemeinsam mit ihrem Mitschüler Curtis macht sie sich auf die Suche und gelangt in den geheimnisvollen Wald Wildwood. Dort begegnen die beiden sprechenden Tieren, magischen Wesen und gefährlichen Gestalten. Doch hinter der märchenhaften Kulisse verbirgt sich ein Konflikt, der das Schicksal des gesamten Waldes bedroht.
Besonders beeindruckend ist die aufwendige Stop-Motion-Technik, für die das Animationsstudio LAIKA bekannt ist. Figuren, Kostüme und Kulissen werden detailreich von Hand gefertigt. Anschließend werden die Puppen für jede einzelne Aufnahme minimal verändert und Bild für Bild fotografiert. So entsteht die Illusion flüssiger Bewegung. Für besonders ausdrucksstarke Gesichter kommt zusätzlich moderne 3D-Drucktechnik zum Einsatz: Unterschiedliche Gesichtsausdrücke werden einzeln hergestellt und ausgetauscht.
Für „Wildwood“ hat das Studio nach eigenen Angaben an seinem bislang ambitioniertesten und aufwendigsten Projekt gearbeitet. Regie führte Travis Knight, der bereits mit anderen Filmen sein Gespür für außergewöhnliche Stop-Motion-Welten bewiesen hat.
Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Fantasy-Bestseller des Musikers und Autors Colin Meloy aus dem Jahr 2011. Die Illustrationen zum Buch stammen von Carson Ellis.
„Wildwood“ verbindet traditionelles Puppenspiel mit moderner Technik und zeigt, wie lebendig handgemachte Animation auch heute noch sein kann. Ein visuell aufwendiges Kinoabenteuer, bei dem hinter jeder einzelnen Szene unzählige Stunden Detailarbeit stecken.
(tj)