
Waldsassen
Pilzsaison 2026 startet verspätet
Entwarnung für die Schwammerlsucher in der Oberpfalz: Trotz anhaltender Trockenheit und düsteren Prognosen scheint die Pilzernte 2026 nicht in Gefahr zu sein. Der Regen Ende August hat dem Wald genügend Feuchtigkeit gebracht, dass Steinpilz und co. sich vom trockenen Sommer erholen konnten.
Hat man den Prognosen geglaubt, sollte es für Pilzfans ein schlechtes Jahr werden: Die Rede war von wenig Ertrag und kleinen Pilzen. Zwar hat die langanhaltende Trockenheit den Saisonstart ein wenig verzögert, weil es aber Ende August viel geregnet hat, stehen die Pilze nun bereit zur Ernte.
Unterwegs mit Pilzcoach Rebecca Fuhrmann
Bei unserer Suche hat uns Rebecca Fuhrmann begleitet. Die Waldsassenerin ist seit letztem Jahr zertifizierte Pilzcoach bei der DgfM. Von einer schlechten Saison ist hier nichts zu merken – auf eine Stunde können wir unseren Korb gut mit Steinpilzen füllen. Andere Pilze suchen wir aber vergeblich – während die Steinpilze sich schnell von der Trockenheit erholt haben, lässt zum Beispiel der Reizker noch auf sich warten.
Dem Wald geht es gut
Anfang September ist der Wald wieder feucht genug. Das zeigt auch der klebrige Hörnling – ein leuchtend oranger Pilz, der als natürlicher Feuchtigkeitsindikator gilt. Und auch Rebecca Fuhrmann macht sich keine großen Sorgen: Das unterirdische Wurzelgeflecht der Pilze, das Myzel, übersteht auch Trockenperioden gut. Der sichtbare Fruchtkörper ist lediglich ein kleiner Teil des Pilzes, der bei Trockenheit nicht gebildet wird. Um das Myzel nicht zu beschädigen, ist es bei der Ernte wichtig, die Stellen wieder gut zu bedecken. So trocknet das Myzel nicht aus.
Unsere Suche macht Hoffnung auf einen pilzreichen Herbst.
(en)