
Bruck / Nittenau
Motorsport mit Herzblut: 68 Fahrer beim Autoslalom des NAC Nittenau
68 Amateurrennfahrer sind beim Autoslalom-Rennen des NAC Nittenau gegeneinander angetreten. Eine abgesperrte Strecke, Ultraleichte Rennwagen, und fast 40 Grad Hitze – das war eine Herausforderung für Mensch und Maschine.
Bei fast 40 Grad Lufttemperatur lieferten sich 68 Fahrer beim Autoslalom des NAC Nittenau einen Wettkampf um die besten Zeiten. Auf einem abgesperrten Straßenabschnitt bei Bruck kämpften sie um jede Zehntelsekunde.
Autoslalom ist Motorsport auf Vereinsebene und lebt vom Engagement seiner Teilnehmer und Helfer. Gefahren wird nicht auf einer klassischen Rennstrecke, sondern auf einem mit Pylonen aufgebauten Parcours. Auf der Strecke des NAC müssen die Fahrer 23 Hindernisse umfahren, eine Kehrtwende meistern und danach weitere 23 Pylonen auf dem Rückweg passieren. Die schnellsten Teilnehmer schaffen die Strecke in rund 50 Sekunden.
Oldtimer in Rennform
Gefahren wird in verschiedenen Klassen, die nach Hubraum und technischen Vorgaben eingeteilt sind. Die schnellsten Fahrzeuge gehören zur Klasse der verbesserten Autos. Dort kommen häufig ältere Modelle zum Einsatz – wegen ihres geringen Gewichts und ihrer einfachen Technik. Opel Kadett reiht sich an VW Polo und NSU TT. Von den Serienfahrzeugen bleiben oft nur die Karosserie und der Motorblock erhalten, während die Technik über Jahre hinweg immer weiter optimiert wird.
Der jüngste Fahrer im Feld ist Robin Gleixner. Der Amateurrennfahrer vertraut auf einen Audi 50, den er nur aus der Rohkarosse selbst aufgebaut hat. Mit 135 PS, einem Gewicht von nur 650 Kilogramm und profillosen Rennreifen ist der Kleinwagen kaum noch mit dem Serienmodell zu vergleichen. Auch seine Mutter Kerstin gehört seit vielen Jahren zum Autoslalom. Sie ist eine der wenigen Frauen im Starterfeld und gehört regelmäßig zu den schnellsten Damen Deutschlands. Diesen Titel konnte sie sich auch beim NAC-Autoslalom sichern.
Den Gesamtsieg holte sich Richard Rötzer vom MSC Hansenried mit seinem Opel Kadett. Im Anschluss an das Slalomrennen organisierte der NAC noch eine Gleichmäßigkeitsprüfung auf der gleichen Strecke. Hier geht es nicht um die schnellste Zeit. Stattdessen stellen die Fahrer eine Referenzzeit auf und müssen diese in den folgenden zwei Durchläufen so genau wie möglich wiederholen. Es sind zwei unterschiedliche Disziplinen, aber ganz klar eine Leidenschaft.
(sb)