
Weiden
Urkundenfälschungs-Prozess: Zeugen ziehen ihre Aussagen zurück
Am vergangenen Montag hat es im Prozess um eine mutmaßliche Testamentenfälschung am Landgericht Weiden eine große Überraschung gegeben. Drei Freunde des Angeklagten haben ihre Aussagen, die sie beim ersten Verfahren getätigt hatten, zurückgezogen.
So hatte ein Zeuge diese Woche vor Gericht zugegeben, dass er vom Angeklagten gebeten worden sei, gewisse Aussagen zu tätigen. Da es sich im ersten Verfahren vor wenigen Wochen dabei um Falschaussagen gehandelt habe, könnte zumindest einer der drei Freunde des Angeklagten juristisch zur Rechenschaft gezogen werden. Die Angelegenheit liege aktuell bei der Staatsanwaltschaft, hieß es auf Nachfrage von OTV. Ob es zur Anklage kommt, stehe noch nicht fest.
Der Urkundenfälscherprozess am Landgericht Weiden wird am 7. September fortgesetzt. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, das Testament seiner verstorbenen Lebenspartnerin gefälscht zu haben, um an ihr Vermögen von mehr als 3 Millionen Euro zu kommen.
(tb)