Schwandorf

WAA NIE! -Buchvorstellung von Herbert Baumgärtner in Schwandorf

Die Kamera ist eine politische Waffe. Das sagt Herbert Baumgärtner. Der Hobbyfotograf war dabei, als in Wackersdorf eine Wiederaufbereitungsanlage gebaut werden sollte und hat die Zaunkämpfe dokumentiert – doch nicht nur die: Seine Bilder sind auch eine Dokumentation der Polizeigewalt und der bürgerkriegsähnlichen Zustände, die vor 40 Jahren in der Oberpfalz geherrscht haben.

Thema auch heute noch aktuell

Zuerst wirken die Bilder wie Dokumente einer vergangenen Zeit. Doch dass der Bildband mehr als eine Erinnerung sein soll, wird an diesem Abend bei der Schwandorfer Linken deutlich: Als Hauptredner ist Franz Waldmann geladen, stellvertretender Sprecher des BUND. Er erinnert an die Kämpfe und an das Reaktorunglück von Tschernobyl, spannt den Bogen dann aber in die Gegenwart. Diskussionen um Atomenergie gibt es auch noch heute. Im Angesicht der Energiekrise hält auch er es für wichtig, an die WAA zu erinnern.

Ein Stück Oberpfälzer Geschichte

Herbert Baumgärtner hat neben der Erinnerung aber noch ein anderes Anliegen: Mit Blick auf die Energie- und Klimakrise geht es ihm auch um die jüngeren Generationen, für die die Welt als Lebensraum erhalten bleiben soll. Diese will er unterstützen, denn ohne Widerstand erreiche man nichts, und friedlicher Widerstand hätte noch nie jemandem geschadet.

(en)

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