Kleinsterz
30 Jahre ARGE Fisch Tirschenreuth – doch die Feierlaune wird regelrecht aufgefressen
30 Jahre aber kein uneingeschränkter Grund zum Feiern: die ARGE Fisch Tirschenreuth hat im Jubiläumsjahr so große Probleme wie noch nie zuvor. Hauptfeind: Der Fischotter. Doch die Politikhabe die Dramatik nicht erkannt, beklagt Züchter Thomas Beer.
Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Fisch Tirschenreuth wir in diesem Jahr 30 Jahre alt. Doch zum Feiern ist den Teichwirten nicht unbedingt zumute. Zu groß sind die Probleme, mit denen sie in der jüngsten Vergangenheit zu Kämpfen haben. Hauptfeind Nummer eins: Der Fischotter, der große Teile des Fischbesatzes frisst, verletzt oder stresst.
Die einstige Erlaubnis zum Abschuss wurde wieder aufgehoben, noch habe die Politik keine Lösung gefunden, beklagt Teichwirt Thomas Beer, Vorsitzender der ARGE Fisch. Aus seiner Sicht haben die Politik den Wert der mehr als 1000 Jahre alten Teichwirtschaft im „Land der 1000 Seen“ im Landkreis Tirschenreuth nicht erkannt. Es gehe seit Jahren nichts voran, erste Fischzüchter hätten deswegen ihren Beruf schon aufgeben müssen. Zudem gebe es Probleme mit dem Kormoran, dem Biber, dem Klimawandel – und der zunehmenden Bürokratie der Behörden. Die alteingesessene Kulturlandschaft und die Artenvielfalt seien stark gefährdet, so Thomas Beer.
(gb)