OTV-Kinotipp
OTV-Kinotipp: „Emil und die Detektive“ 2026
Ein Diebstahl im Zug, eine Verfolgungsjagd durch Berlin und eine Bande junger Detektive: Fast 100 Jahre nach der Erstveröffentlichung als Buch kommt „Emil und die Detektive“ als moderne Neuverfilmung ins Kino.
Emil wird im Zug von Herrn Grundeis bestohlen – damit setzt die Filmhandlung von „Emil und die Detektive“ ein. Der zwölfjährige Junge ist allein unterwegs von seiner Heimatstadt zu seiner Großmutter nach Berlin. Weil er zu Hause selbst etwas ausgefressen hat, wagt er nach dem Diebstahl keinen Gang zur Polizei und nimmt die Spur des Täters lieber selbst auf. Auf seiner improvisierten Ermittlungsreise schließen sich ihm immer mehr Kinder an, die ihn unterstützen.
„Emil und die Detektive“ gehört zu den bekanntesten Werken der Kinderliteratur. Die neue Verfilmung orientiert sich am Roman von Erich Kästner aus dem Jahr 1929, der mehrfach adaptiert wurde. Kästners Bücher standen im Nationalsozialismus auf den schwarzen Listen und wurden am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Bebelplatz verbrannt – das „Emil“-Buch blieb davon allerdings verschont.
Für die aktuelle Version von Regisseur David Dietl und Drehbuchautorin Antonia Scheuerlen wurde die Geschichte ins Heute übertragen: Emil verliert nicht mehr 140 Mark, sondern 1.000 Euro, er fährt E-Scooter, und die Kinder verständigen sich nicht mit Trillerpfeifen, sondern per Smartphone. Emil wirkt zudem etwas nerdiger und spielt am Computer gern Flugsimulator.
Der Kern bleibt unverändert: Freundschaft, Zusammenhalt und die Idee, Probleme gemeinsam zu lösen. Wie die Kinder den Dieb in der modernen Großstadt jagen, ist jetzt in den Kinos der Oberpfalz zu sehen. „Emil und die Detektive“ ist ab sechs Jahren freigegeben.
(ls)