
Amberg
Stadtmuseum, Stadtbibliothek, Stadttheater - Kulturausschuss Amberg tagt
Neue Strukturen, neue Eintrittspreise und neue Technologien. Der Kulturausschuss in Amberg hatte eine große Tagesordnung zu bewältigen. Über allem allerdings stand der Zwang zu Sparen.
Was ist uns die Kultur in Amberg wert? Kulturamtsleiter Dr. Fabian Kern gab diese Frage zu Anfang der Kulturausschussitzung den Stadträten mit, die eine große Tagesordnung zu bewältigen hatten. Die angespannte Haushaltslage der Kommunen zwingt nicht nur Amberg in der Zukunft auch bei der Kultur zu sparen.
Die vorgegebenen Budgetkürzungen im laufenden Haushaltsjahr habe man ohne größere Auswirkungen umsetzen können, so Kern.
Das wird sich aber im kommenden Jahr ändern. Die Stadt will in allen Bereichen weitere 8 Prozent Kosten einsparen. Das trifft auch den Kulturbereich. So wird es unter anderem Veranstaltungen wie den Tag der offenen Tür im Stadttheater nicht mehr geben.
Dennoch steht Amberg im Vergleich zu anderen Kommunen noch gut da, so Kulturamtsleiter Dr. Fabian Kern. Die Abonnements im Stadttheater steigen seit Corona stetig. Das Theater spielt 31% seiner Kosten ein, deutlich mehr als andere Häuser.
Positive Nachrichten gab es in der Ausschusssitzung aus der Stadtbibliothek. Keine andere Einrichtung schafft mit so wenig Personal solch gute Ausleihzahlen. Hier wird auch bald neue Technik einziehen. Kunden können dann über Codes ihre Medien auch selbstständig buchen und ausleihen.
Längere Diskussionen gab es dann zum Schluss noch über die geplanten Erhöhung der Eintrittspreise für das Stadtmuseum. Einen Euro sollen Erwachsene, 50 Cent Kinder im kommenden Jahr für ein Ticket mehr bezahlen. Versuchsweise sollen dafür ab dem ersten Januar Kinder an jedem ersten Sonntag im Monat freien Eintritt bekommen.
(db)