
Amberg
E-Scooter-Kontrolltag: Amberg geht gegen Roller-Raser vor
Rund 100 E-Roller-Fahrer hat die Amberger Polizei bei einem Aktionstag kontrolliert. Es ist eine Reaktion auf immer rücksichtsloseres Verhalten mancher Fahrer. Die Stadt Amberg will dem Problem jetzt ein Ende setzen.
Illegale Umbauten, fehlender Versicherungsschutz und rücksichtslose Fahrer: In Amberg hat die Polizei bei einer Kontrollaktion E-Roller ins Visier genommen. An drei Standorten überprüfen die Beamten Fahrzeuge und Fahrer. Der Schwerpunkt liegt am Marktplatz. Hier haben 10 Beamte jede Ecke abgeriegelt.
Einen E-Roller nach dem anderen zieht die Polizei aus dem Verkehr. Die meisten Fahrer haben sich nichts zu Schulden kommen lassen, allerdings gibt es auch einige Volltreffer. Unter den rund 100 kontrollierten E-Roller-Fahrern standen vier unter Drogen- oder Alkoholeinfluss, sieben hatten technische Mängel an ihren Rollern und fünf bekamen eine Verwarnung wegen Verkehrsverstößen.
Künftig mehr Kontrollen
Der Hintergrund der Aktion sind steigende Unfallzahlen mit E-Rollern in Innenstädten und zahlreiche Beschwerden bei der Stadt Amberg. Die Kontrollaktion soll nur der erste Schritt sein, um Fahrer zu sensibilisieren und ein Signal zu senden. In Zukunft wird sich vor allem der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit mit der Kontrolle von E-Rollern und Pedelecs befassen.
Vor allem zu hohe Geschwindigkeiten will die Stadt ins Visier nehmen – aus gutem Grund. Der schnellste E-Roller-Fahrer, der der Amberger Polizei bisher ins Netz ging, war mit sage und schreibe 70 km/h unterwegs. Die Stadt Amberg hofft, dass solche Vorkommnisse bald Geschichte sind.
(sb)