Plößberg

Plößberger Krippenschau: Aufbau läuft auf Hochtouren

Der Plößberger Kultusaal wird zur Weihnachtszeit wieder kaum wiederzuerkennen sein. Die Krippenfreunde des Oberpfälzer Waldvereins bauen dieses Jahr im Saal die Brotvermehrungskirche nach. Sie soll als Kulisse für die 12. Plößberger Krippenschau dienen.

Harald Gerl ist einer der langjährigen begeisterten Krippenbauer in Plößberg und hat dieses Mal die Funktion des Krippenwartes. Er folgt damit auf Hubert Haubner. Der passionierte Krippenbauer war langjähriger Organisator der Krippenschau in Plößberg. Im November 2025 ist er im Alter von 63 Jahren nach einer Krebserkrankung verstorben – und hat eine große Lücke unter den Krippenfreunden hinterlassen. „Der Haubner Hubert war für alles der Chef“, erinnert sich Harald Gerl. „Er war der Krippenchef, der Motivator, er hat die Schreinerarbeiten gemacht, der hat die Pläne gemacht und den Aufbau der Krippen. Ich bin jetzt als Krippenwart nur für letzteres zuständig.“ Die weiteren Aufgaben haben die Krippenfreunde auf mehrere Köpfe aufgeteilt.

Es ist zwar die erste Krippenschau, die die Plößberger ohne Hubert Haubner auf die Beine stellen – aber doch nicht ganz ohne ihn, wie sein Bruder Josef Haubner verrät. Denn die Pläne für die Krippenschau hat Hubert Haubner noch vor seinem Tod erstellt. „Er hat ein Modell entworfen und wir versuchen jetzt, dieses Modell möglichst gut umzusetzen“, so der Bruder. „Ich denke schon, dass es in seinem Sinne wäre, wie es jetzt wird.“

Hunderte Stunden Planung und mehr als 20 ehrenamtliche Helfer

Etwa zwei Drittel des Kultursaals sind von der Hauptkonstruktion ausgefüllt. 20 Kubikmeter Fichtenholz sind hier verbaut. Etwa 100 Stunden hat Reinhold Hecht im Vorfeld gebraucht, um den Bau genau zu planen. „Wir kriegen auf die Brotvermehrungskirche auch noch eine Dachkonstruktion drauf. Da hat man natürlich schon auch… naja schlaflose Nächte ist vielleicht übertrieben. Aber man macht sich das ganze Jahr über Gedanken zur Planung“, erzählt Hecht.

Mehr als 20 ehrenamtliche Helfer arbeiten täglich mit – der Aufbau der Krippenschau ist jedes Mal eine Mammutaufgabe, bei der der ganze Ort zusammenhilft. Die Krippentradition hat in Plößberg eine lange Geschichte und eine große Bedeutung. „Fast jeder hat irgendjemanden in der Familie, der mal Krippenfiguren geschnitzt hat.“, bestätigt Jörn Schedl, Vorsitzender vom OWV-Zweigverein Plößberg. Wir haben zum Beispiel Leute zum Kuchenbacken gesucht und jetzt haben sich fast 60 Leute gemeldet, die Kuchen backen wollen“, erzählt er.

Ende Oktober soll die Hauptkonstruktion dann stehen und der Aufbau der Krippen wird beginnen. Krippenwart Harald Gerl wird dann dafür sorgen, dass alle 20 Hauskrippen zu einer großen Einheit verschmelzen. Er kann es kaum noch erwarten. „Die Vorfreude ist schon gestiegen, als wir im Sommer die Planungen gemacht haben und als ich Wurzeln für die Krippen gesucht habe“, so Gerl. Ab dem 28. November wird die 12. Plößberger Krippenschau dann für Besucher zugänglich sein.

(az)

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