Konnersreuth

Erdbeben in der Oberpfalz – Das sind die Hintergründe

Die Ausschläge zeigen deutlich das Erdbeben heute Nacht um 0 Uhr 34 – aufgezeichnet durch den Seismographen im Wasserhäuschen Konnersreuth im Landkreis Tirschenreuth. Das Epizentrum des Bebens lag in zwölf Kilometern Tiefe mit einer Magnitudenstärke von 3,3 lag in Tschechien – das Zucken und Ruckeln der Erde war aber noch bis in die Oberpfalz zu spüren, vor allem im Raum Waidhaus, Eslarn, Moosbach und Weiden.

Auch am KTB in Windischeschenbach hat der noch analoge Seismograph dieses Erdbeben sowie ein weiteres im Pazifik aufgezeichnet. Seismologe Dr. Joachim Wassermann erklärt, dass dieses Erdbeben heute Nacht sich von den Schwarmbeben unterscheidet, die immer wieder im Vogtland und in der Oberpfalz zu spüren sind und auf eine Magmakammer im Untergrund zurückzuführen sei. Dieses Mal sei es ein klassisches tektonisches Erdbeben gewesen. Durch den Druck, der durch die Nordwärtsbewegung der afrikanischen Platte gen Europa ausgeübt worden, hätten sich Spannungen an hunderte Millionen Jahre alten tektonischen Schwachstellen entladen.

Nachbeben möglich

Und wie geht es weiter? Die Gegend sei seismisch aktiv. Mit einem Erdbeben müsse man immer rechnen, wenngleich ein starkes Erdbeben unwahrscheinlich sei. In den kommenden Stunden könnte es außerdem zu (kleineren) Nachbeben kommen.

Vielleicht ruckelt und zuckt die Erde also auch in der kommenden Nacht nochmal leicht.

(mz)

Weitere Beiträge zu dem Thema:

 

 

expand_less